Julian Assange darf im Gefängnis heiraten

Wikileaks-Gründer Julian Assange wurde es erlaubt, seine langjährige Partnerin Stella Moris im Gefängnis zu ehelichen. Hierfür erhielt das Paar jetzt die nötigen Genehmigungen und kann nun endlich „Ja“ zueinander sagen. Dies berichten britische Medien übereinstimmend.

Statt einer schicken Kirche wird ihre Trauzeremonie jedoch im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh stattfinden. Dort sitzt Assange schon seit 2019 ein, nachdem die Vereinigten Staaten von Amerika rechtliche Schritte für eine Auslieferung eingeleitet haben.

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Moris lernte Assange kennen, als er in der ecuadorianischen Botschaft in London lebte. Dort hatte er damals politisches Asyl beantragt, weil er verfolgt wurde. Mittlerweile hat das Paar auch zwei gemeinsame Kinder und ist schon seit 2017 miteinander verlobt. Pläne für die Hochzeit erwiesen sich jedoch als schwierig für den verurteilten Mann.

Stella Moris bestätigte jetzt wohl auch auf Twitter, dass die Genehmigung für ihre Hochzeit im Gefängnis erteilt wurde und scheint damit sehr glücklich zu sein. Die Familie hatte es nicht nur wegen Assanges Haft, sondern auch wegen der Corona Pandemie äußerst schwer. Im Juni 2021 durfte der Verurteilte seine Frau und seine Kinder nach Monaten der Isolation erstmals wieder sehen. Die Situation in der Quarantäne und ohne Kontakt zu seinen Liebsten quälten ihn massiv. Die Haft trieb ihn unter diesen Umständen sogar in eine „tiefe Depression und in Verzweiflung“, wie seine Frau in einem Interview einst erklärte und damit deutlich machte, wie sehr ihr Mann gelitten hat.


Julian Assange ist ein bekannter Internethacker, der als Gründer und Sprecher der Enthüllungsplattform Wikileaks bekannt wurde. Diese veröffentlichte ab März 2010 geheime US-Militärdokumente und Videos zu internationalen Einsätzen des Militärs und brachte damit Millionen von Menschen in Schwierigkeiten, weil auf diesem Wege endlich die Wahrheit ans Licht gelangte.

2 Kommentare

  1. Was heißt, er brachte Millionen von Menschen in Schwierigkeiten? Er hat unter anderen schwerste Verbrechen des US-Militärs offengelegt. Statt im Strafvollzug zu vegetieren, gehört dem Mann höchste Anerkennung durch die Völkergemeinschaft. Grüße auch an die NSA.

    1. dem schließe ich mich an – solche Menschen braucht die Welt – aber man sieht ja wohin man dann kommt – ich hätte eigentlich von Biden mehr erwartet – er könnte sicherlich veranlassen, dass er endlich wieder frei kommt. Vielleicht sollte man mal eine Petition starten

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