Joe Biden weint kurz vor Amtseinführung als neuer US-Präsident

Heute ist es so weit. Der Demokrat Joe Biden löst um 18:00 Uhr Ortszeit den Republikaner Donald Trump als US-Präsidenten ab. Bei Bidens letzter Rede vor seiner Amtseinführung fließen Tränen der Trauer. Der zukünftige Präsident nahm Abschied von seinem Heimatstaat Delaware – doch wirklich schmerzlich vermisst er dabei eine Person.

Joe Biden (78) und seine Frau Jill (69) ziehen heute ins Weiße Haus als Präsident und First Lady ein. Vor dem Flug nach Washington hielt Biden eine Abschiedsrede am Hauptsitz der Nationalgarde von Delaware in New Castle. Der Ort ist für den neuen Präsidenten mit einer ganz besonderen Erinnerung verknüpft. Der Stützpunkt namens „Beau“ wurde nämlich nach Bidens verstorbenem Sohn benannt. Dieser starb 2015 mit gerade einmal 46 Jahren an einem Hirntumor.

Emotional erklärt Biden vor dem Publikum in New Castle: „Ich bin so stolz, ein Sohn Delawares zu sein, und ich bin noch stolzer, diese Rede hier an der Einrichtung von Major Beau Biden zu halten. Meine Damen und Herren, Ich bedauere nur eins… Dass er nicht hier ist, denn wir sollten ihn als Präsidenten hier vorstellen.“

Dann blickt Biden hoffnungsvoll in die Zukunft: „Wir haben aber große Chancen, Delaware hat uns belehrt, dass alles möglich ist in diesem Land, so mag Gott euch alle segnen und unsere Truppen beschützen. Danke.“, so der neue US-Präsident.

Biden hat in den nächsten Tagen viel Arbeit vor sich. Zum einen hat Trump keine Übergabe vorbereitet, zum anderen will der neue Präsident viele Änderungen so schnell wie möglich in Gang bringen. Unter anderem will Biden zum Atomabkommen von 2015 zurückkehren, die USA dem Pariser Klimavertrag verpflichten, die Migrationsgesetze überarbeiten und die Zusammenarbeit mit der WHO wiederbeleben.

Der scheidende Präsident Donald Trump und seine Frau Melania verließen das Weiße Haus am frühen Morgen. In seiner Abschiedsrede wünschte Trump der neuen Regierung „viel Glück“, nannte aber mit keinem Wort den Namen seines Nachfolgers. Stattdessen kündigte er an – ohne Details zu nennen: „Wir werden zurückkehren“ („We will be back“).

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