Jan Hofer geht: Ein bitterer Verlust für „die Tagesschau“

Mehr als 15 Jahre hat Jan Hofer den Zuschauern der „Tagesschau“ gute und schlechte Nachrichten gebracht. Der gebürtige Rheinländer war und ist das Aushängeschild der allabendlichen Nachrichtensendung. Doch nun nimmt er Abschied.
Wie der Norddeutsche Rundfunk gestern mitteilte, geht der Chefsprecher zum Ende des Jahres in den wohlverdienten Ruhestand.


Als Nachfolger soll bereits Jens Riewa in den Startlöchern stehen. Er stammt aus dem brandenburgischen Lübbenau und absolvierte eine professionelle Ausbildung als Sprecher. Seit 1991 präsentiert er die Nachrichten der „Tagesschau“, zunächst als Stimme aus dem „Off“, seit 1994 jedoch auch vor der Kamera.

Doch zurück zu Jens Hofer: Die Fans des bekannten Fernsehgesichts trifft die Nachricht über seinen Rücktritt nicht ganz unerwartet. „Irgendwann muss ja mal Schluss sein, ich kann nicht ewig weitermachen“, hatte Hofer schon im vergangenen Mai der „Bild am Sonntag“ gesagt. Hofer ist 68 Jahre alt und macht seinen Job schon drei Jahre länger als er eigentlich muss. Er selbst fand für sich immer neue Themenbereiche, in die er sich einarbeitete und Leistung brachte. „Das macht mir unglaublichen Spaß. Aber für mich gilt: Ganz oder gar nicht. So ein bisschen weitermachen käme für mich nicht infrage.“ Also muss nun endgültig Schluss sein.

Der Vater von vier Kindern ist begeisterter Oldtimerfan und trat neben der „Tagesschau“ auch als Moderator von verschiedenen Unterhaltungssendungen auf. Bis 2012 war Hofer 21 Jahre lang Gastgeber der „Riverboat-Talkshow“ des MDR.


Im März des vergangenen Jahres schockte Hofer mit einem Schlaganfall mitten in der Sendung. Er stützte sich an seinem Studiotisch ab und die Sendung endete prompt ohne eine Verabschiedung. Kurz darauf konnte Hofer jedoch Entwarnung geben: „Keinerlei Auffälligkeiten“, hieß es im Wortlaut. Ob er immer noch größere gesundheitliche Einschränkungen hat, behielt er bislang für sich.