Jan Fedder: Unbekannte schänden sein Grab

Er war der wohl berühmteste Hamburger. Doch jetzt wurde die Ruhestätte von Jan Fedder, der Ende 2019 mit gerade einmal 64 Jahren verstarb, massiv geschändet.

Seinen Frieden fand der einstige Schauspieler auf dem Friedhof Ohlsdorf in Hamburg. Doch so richtig friedlich war es die letzten Monate nicht – immer wieder kamen Scharen an Leuten zum Grab und verhielten sich dabei nicht immer respektvoll. Der Bereich um das Grab herum wurde daraufhin stark in Mitleidenschaft gezogen. Fedders Witwe Marion (54) hatte als Konsequenz zuerst eine Kette um die Grabstätte ziehen lassen und an die Besucher appelliert sich anständiger zu verhalten. Erst im zweiten Schritt kam die gänzliche Umzäunung und der jetzige Torbogen.


Doch das was jetzt geschah, schießt den Vogel noch einmal ab. Unbekannte nämlich haben den Torbogen sowie die verschlossene Pforte, die zum Grab hinführt, stark beschädigt. Über die Tat berichtete das „Hamburger Abendblatt“.

Seit dem Vorfall ist die Grabstätte mit einem langen Absperrband und einem großen „Betreten verboten“-Schild versehen.

Der große Grabstein, der Jan Fedders Grab ziert, und der erst im letzten April fertiggestellt wurde, blieb Gott sei Dank unversehrt. Ihn ziert eine große Marmorplatte, auf der neben seinem Namen sowie seinem Geburts- und Sterbedatum auch eine romantisch Inschrift in Gold zu lesen ist: „Liebe ist unsterblich“, hatte seine Frau eingravieren lassen.

Eine Erinnerung daran, dass die Zeit vergänglich ist, aber dass die Liebe alles überdauert.

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Bekannt wurde Jan Fedder durch seine jahrelange Rolle als Polizist Dirk Matthies vom „Großstadtrevier“. Weil der eingefleischte Hamburger eine echte Ikone war, wurde er sogar nach seiner Trauerfeier auf dem Weg zum Friedhof noch einmal quer durch Hamburg und auch über die Reeperbahn gefahren. Ein symbolischer Akt, dem Tausende seiner Fans beiwohnten und der wohl für immer unvergessen ist und bleibt.

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