„Herr der Ringe“-Legende Sir Ian Holm ist tot

In seiner Rolle als Bilbo Beutlin lief das Alter viele Jahre spurlos an ihm vorbei. Im echten Leben litt Ian Holm an einer tückischen Krankheit, die ihn aufzehrte. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag verlor er den Kampf mit 88 Jahren.

Holm starb an den Folgen seiner langjährigen Parkinson-Erkrankung. Er soll friedlich im Krankenhaus eingeschlafen sein, während Familie und Pflegekräfte ihm beistanden, teilte Alex Irwin mit, der den Schauspieler viele Jahre als Agent betreute. Holm sei „charmant, liebevoll und sagenhaft talentiert“ gewesen, sagte Irwin und „wir werden ihn zutiefst vermissen“.

Wer Filme schaut, kennt auch Rollen von Ian Holm. Er war ein großer Schauspieler, der gekonnt in verschiedenartigste Rollen schlüpfte und ihnen allen einen markanten Charakter verlieh. Wir sahen Holm unter anderem als Androiden in „Alien“, als Hobbit in „Herr der Ringe“, als Trainer bei „Die Stunde des Siegers“ und als Professor bei „From Hell“ oder „The Day After Tomorrow“.

Das unverkennbare Talent des geborenen Engländers war der Queen Anlass genug, Holm schließlich zum Ritter zu schlagen und ihm den „höchst ausgezeichneten Orden des britischen Reiches“ zu verleihen. So wurde der Schauspieler zu Sir Ian Holm

Anfang Juni trafen sich die „Herr der Ringe“-Stars bei einem virtuellen Wiedersehen. Doch da war Holm bereits zu schwach, um an dem digitalen Meeting teilzunehmen. Er ließ ausrichten: „ich vermisse euch alle und hoffe, eure Abenteuer haben euch an viele Orte geführt. Ich bin in Quarantäne in meinem Hobbit-Zuhause“. Sein Tod soll allerdings nicht mit dem Coronavirus in Zusammenhang stehen.

Holm war schon Jahre zuvor von einer schlimmen Krankheit heimgesucht worden. 2001 wurde bei dem Schauspieler Prostatakrebs diagnostiziert. Diesen schien Holm bereits überwunden zu haben, als er etwa ein Jahr später in einem Interview davon berichtete.

Holm hinterlässt seine Ehefrau Sophie de Stempel, drei Töchter, zwei Söhne und einen Enkel.