Harry und Meghan im “Oligarchen”-Jet

Harry und Meghan wurde „enorme Heuchelei“ vorgeworfen, nachdem sie vom Platin-Jubiläum der Queen in einem „russischen Oligarchen-Jet“ nach Kalifornien zurückgeflogen sind.

Der sonst so umweltbewusste Herzog und die Herzogin von Sussex kehrten mit ihren Kindern Archie und Lilibet in einem benzinfressenden Bombardier Global 6000 zu ihrem fast 13 Millionen Euro teuren Anwesen in Montecito zurück, noch bevor das große Finale des Jubiläumsfestes am Sonntag begann.

Der Bombardier ist ein „Ultra-Langstrecken“-Privatjet für 13 Passagiere, der mit einer eigenen „Privatkabine“ mit Flachbett ausgestattet ist und fast 10.000 Kilometer ohne Zwischenstopp zurücklegen kann. Es ist nicht klar, wer den rund 187.000 Euro teuren Flug bezahlt hat.

Achterkabine im Innenraum der Bombardier Global 6000.
Achterkabine im Innenraum der Bombardier Global 6000.

Klimaexperten gehen davon aus, dass durch die Reise zehnmal mehr Kohlendioxid ausgestoßen wurde, als wenn die Sussexes einen kommerziellen Flug genommen hätten. Der Flug des royalen Paares von Farnborough nach Santa Barbara wird nach Angaben des Charterfluganbieters Paramount Business Jets fast 60 Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre abgegeben haben.

Gemäß dem Ziel des Pariser Abkommens, die Erderwärmung auf weniger als 2 Grad Celsius zu begrenzen, darf das Kohlenstoffbudget eines jeden Menschen nicht mehr als 2,1 Tonnen pro Jahr betragen – was bedeutet, dass Harry und Meghan diesen Wert mit nur einem Flug fast 15 Mal überschritten haben.

Da die Sussexes auch mit einem Privatjet nach Großbritannien geflogen sind, und unter der Annahme, dass es sich um dasselbe Flugzeug handelte, hätte ihre gesamte Rückreise den jährlichen Grenzwert um fast das 30-fache überschritten.

Ausgerechnet Harry hatte den Klimawandel als eines “der dringlichsten Probleme, mit denen wir konfrontiert sind“, während des aufsehenerregenden Interviews des Paares mit Oprah Winfrey im vergangenen Jahr bezeichnet. “Wir müssen besser gegen den Klimawandel vorgehen. Wir müssen die Dinge, die so vielen von uns so viel Schaden zufügen, besser an der Quelle stoppen, anstatt uns vom Symptom ablenken zu lassen“, so der Enkel der Koenigin damals.

Der Königshaus-Experte Tom Quinn hat den Sussexes nun „enorme Heuchelei“ vorgeworfen. Der Autor von “Kensington Palace: An Intimate Memoir from Queen Mary to Meghan Markle” (“Kensington Palast: Intime Memoiren von Queen Mary bis Meghan Markle”) sagte der Times: „Sie reden davon, den Menschen und dem Planeten zu helfen, und dann nehmen sie Privatjets. Sie sagen den Leuten, sie sollen sich um die Umwelt kümmern, und dann kümmern sie sich selbst nicht um die Umwelt. Das ist ungeheuer heuchlerisch.”

Er sagte, der Bombardier 6000 sei ein „russischer Oligarchen-Jet“ für Leute, denen es „einfach egal ist“, und fügte hinzu, es sei „fast so, als würde man der Umweltlobby den Mittelfinger zeigen“.

Der Jet-Typ wurde in der Vergangenheit mit mehreren russischen Geschäftsleuten in Verbindung gebracht, darunter Roman Abramovich und Farkhad Akhmedov.

4 Kommentare

  1. ist doch wie immer – die, die uns erzählen, dass wir für die Umwelt etwas tun sollen, sind die größten Umweltsünder überhaupt – also nichts Neues.
    Deshalb mach ich auch genau das, was i c h für richtig halte und nicht was mir von irgendwelchen Politikern empfohlen bzw. geraten wird.
    Ein E-Auto kommt für mich auf jeden Fall nicht in Frage – ich gehöre nicht zu denen, die ohne ihren Verstand einzuschalten der Herde und den „Befehlshabern“ folgen

  2. Soll doch das gemeine Volk, der Pöbel, gefälligst sparen.
    Zumal es eh kaum anders geht, wer kann denn in Zukunft Autofahren wie er/sie möchte? Spart schonmal viel co2.
    Sooo dringend kann das mit dem Klima nicht sein, gemessen am Verhalten der Klimaschützer. Selbst im kleinen ist das neueste Handy wichtig, das E-Auto das regelmäßig neu muss. Die Herstellung ist ja soooo umweltfreundlich.
    Vor tausenden von Jahren gabs das schon, Pharisäer, Wasser predigen und Wein trinke.
    In diesem Sinne, Prost.

  3. Ist doch normal, Krethi und Plethi bei Wind und Wetter zurück aufs Fahrrad, damit die Bonzen freie Strassen haben und Otto Normalverdiener darf dann auch nicht mehr in den Urlaub fliegen, damit das wieder das Kohlenstoffbudget der Privatflieger ausgleicht.
    Wir werden momentan nur noch verar….. bis zum geht nicht mehr.
    Tja, die Armen immer ärmer, die Reichen immer reicher, dass funktioniert halt bestens mit Kriesen, Kriegen und Klimakatastrophen.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.