Gucci Ex-Frau ließ ihren Mann ermorden und kassiert trotzdem Millionen!

Das ist der Stoff von Dramen und Räuberpistolen: Patrizia Reggiano-Gucci (68) ließ ihren Mann in den 90ern umbringen. Jetzt kommt sie frei und kassiert Millionen aus seinem Erbe. Verständlicherweise ist die Mode-Dynastie Gucci außer sich vor Zorn.

Für die Hinterbliebenen des Modemillionärs Maurizio Gucci (†47) muss das alles wie bitterer Hohn klingen. Wie kann es sein, dass seine Ex-Frau Patrizia, die ihn eiskalt von einem Auftragskiller ermorden ließ, jetzt aus seinem Erbe ein Vermögen ausgezahlt bekommt? Es geht um 24 Millionen Euro, die sie nach verbüßtem Gefängnisaufenthalt jetzt bekommen soll. Doch der Reihe nach.

In der Dynastie der berühmten Guccis lag schon immer familiärer Sprengstoff. Als Gründervater Guccio Gucci 1953 starb, hatte er seinen drei Söhnen Aldo, Vasco und Rodolfo ein florierendes Unternehmen hinterlassen. Die damalige Society, darunter Grace Kelly oder Queen Elizabeth, liebt die legendären Modeprodukte. Trotzdem kommt es immer wieder zum Streit unter den Brüdern, bis hin zur Trennung. Später übernimmt Rodolfos Sohn Maurizio die Leitung des Traditionsunternehmens. 1993 verkauft er für rund 160 Mio. Euro seine Anteile an eine Investmentgruppe in Bahrain. Nur 18 Monate später ist er tot – ermordet durch zwei Schüsse in den Kopf.

Lange tappten die Behörden im Dunkeln. Bis man die Verbindung zu Maurizios Exfrau Patrizia aufdeckte. Acht Jahre nach der Scheidung, am 24. Dezember 1993, hatten der Modemillionär und seine geschiedene Frau in St. Moritz einen Vertrag unterzeichnet, der ihr lebenslang jährlich umgerechnet eine Million Euro zusichert. Erst 1997 wird Patrizia Reggiani-Gucci verhaftet. Den Carabinieri sagte sie damals: „Ich weiß, dass Sie mich wegen des Mordes an meinem Mann festnehmen wollen.“ Dann nahm sie ihren Pelz und ließ sich abführen.

Ihre Schuld gab sie nie zu. Trotzdem wurde Patrizia Reggiani-Gucci zu 26 Jahren Haft verurteilt und 2013 nach 17 Jahren entlassen. Als Motiv wurde ermittelt, dass sie Angst gehabt hätte, Maurizio Gucci würde mit seiner jungen Geliebten die Millionen aus dem Verkauf der Unternehmensanteile durchbringen.

Nun entschied das Berufungsgericht in Mailand, dass Patrizia Reggiani, wie sie heute heißt, die jährliche Millionenzahlung weiter zusteht, auch rückwirkend. Das bringt ihre Töchter Alessandra und Allegra aus der Ehe mit Maurizio Gucci auf die Palme. Sie hatten sich von ihrer Mutter abgewendet und wollen nun offenbar in Berufung gehen. Mit Familienstreit kennt man sich in der Gucci-Dynastie ja aus …