Greta Thunberg: der große Streik ist vorbei

Klima-Aktivistin Greta Thunberg beendet diesen Sommer ihren Schulstreik. Statt Klimaprotesten will die 17-Jährige wieder die Schule besuchen. Ende August beginnt für die Schwedin die gymnasiale Oberstufe und die will sie nicht verpassen.

Dem Schweizer Boulevardblatt „Blick“ liegen Informationen vor, dass Greta Thunberg wieder die Schule besuchen möchte. „Ja, Greta plant, im Herbst wieder zur Schule zu gehen“, bestätigte demnach ein Sprecher der Klima-Aktivistin. Greta Thunberg betreikt inzwischen seit 93 Wochen die Schule. Das vergangene Schuljahr nutzte die Jugendliche, um Vollzeit für ihr Umweltziel zu kämpfen. Statt die Schulbank zu drücken, reiste die Schwedin um den Globus und unterstützte Klimaproteste in vielen Ländern der Welt.

Details zu Gretas Schul-Comeback wurden nicht bekannt. Ob sie Privatunterricht nimmt oder zur öffentlichen Schule geht und ob sie sich auf bestimmte Fächer konzentrieren will, behält die Klimaschützerin derzeit für sich.

Gretas Eltern freuen sich, dass das Mädchen wieder in ihr normales Leben zurückkehrt. Bereits im Dezember kündigte Vater Svante der BBC an, dass Greta zurück zur Schule wolle und dass er darauf hoffe, dass dann eine „weniger intensive“ Zeit für die Familie beginne.

Sorgen, ob Greta Thunberg es gelingt, beim Stoff wieder anzuknüpfen, sind wahrscheinlich unbegründet. Im ersten Streikjahr erreichte die heute 17-Jährige trotz vieler Fehlzeiten immer noch Bestnoten.

Greta Thunberg war Anfang des Jahres in ihre Heimat zurückgekehrt, kurz bevor alle Grenzen wegen der Pandemie geschlossen wurden. Seither beschränkt die Klima-Ikone ihre Proteste auf Online-Aktivitäten. Allerdings beobachtet die 17-Jährige immer noch sehr genau, was in der Welt vor sich geht. Auch Deutschland hat sie im Blick.

Am Samstag kritisierte Thunberg „Datteln4“, ein gerade in Betrieb genommenes Steinkohlekraftwerk im Ruhrgebiet. Greta schrieb dazu auf Twitter: „Heute ist ein beschämender Tag für Europa, da wir ein brandneues Kohlekraftwerk eröffnen. Wir haben uns verpflichtet, den Weg zu ebnen, um eine Klimakatastrophe zu vermeiden – und doch ist dies das Signal, das wir an den Rest der Welt senden?“