Gattin von Tom Hanks warnt vor Corona-Behandlung

Tom Hanks und seine Frau Rita Wilson haben beide eine Covid-19-Erkrankung hinter sich. Nun berichtet Wilson von ihren dramatischen Erfahrungen und warnt gleichzeitig vor einem Medikament.

Tom Hanks (63) schilderte in einem Interview, er selbst habe während der Erkrankung „schlimme Gliederschmerzen“ gehabt und sei „sehr müde“ gewesen. Um gegen die Krankheit anzukämpfen, wollte Hanks aktiv bleiben und versuchte vergebens seine täglichen Gymnastikübungen einzuhalten. „Ich war nach zwölf Minuten total erledigt“, erklärte der „Forrest Gump“-Schauspieler. Schlimmer sei es jedoch seiner Frau Rita Wilson (63) ergangen.

Wilson ihrerseits äußerte sich vergangene Woche zu ihrer Corona-Erkrankung und warnte dabei vor dem Malaria-Medikament Chloroquin, das in den USA auf Geheiß des US-Präsident Donald Trump weit verbreitet zum Einsatz kam. Das Medikament habe bei ihr schwere Nebenwirkungen gehabt. Ob es wirksam war, könne sie hingegen nicht sagen. Vielleicht hätte sie die Erkrankung auch ohne das fiebersenkende Mittel genauso gut oder besser überstanden.

Die Erfahrungen von Wilson sind deutlich heftiger als Hanks‘ Erlebnis. Sie litt ebenfalls unter extremer Müdigkeit und ihr Schmerzempfinden erhöhte sich. Darüber hinaus verlor sie während der Corona-Erkrankung ihren Geruchs- und Geschmackssinn.

Nachdem die 63-Jährige Chloroquin eingenommen hatte, senkte sich zwar ihr Fieber ab, gleichzeitig sei ihr aber extrem übel geworden und sie hätte Muskelkater-ähnliche Schmerzen entwickelt, hinzu kamen Schwindelanfälle. Schließlich konnte die Gattin von Hanks nicht einmal mehr gehen.

Wilsons Fazit: „Ich denke, die Leute müssen sehr vorsichtig mit diesem Medikament umgehen. Wir wissen nicht, ob es hilfreich ist.“

US-Präsident Donald Trump kündigte den Einsatz des Malaria-Medikaments in den USA an und stellte dieses als Allheilmittel dar, wenngleich die WHO sich dem gegenüber skeptisch zeigte, weil noch nicht genügend erforscht sei, ob und wie Chloroquin gegen Covid-19 wirkt.