Fußball-Legende Rudi Assauer ist verstorben

Schon lange litt Rudi Assauer (74) an einer schweren Form von Demenz. Nun ist er am Mittwochnachmittag seiner Krankheit erlegen. Dies teilte seine ehemalige Lebensgefährtin Beate Schneider dem Magazin Bunte mit: „Rudi ist heute Nachmittag gestorben. Es ist traurig aber auch eine Erlösung für ihn. Wir sind alle wahnsinnig traurig.“

Das es um die Manager-Legende (Manager des Bundeligisten Schalke 04) schon länger sehr schlecht steht erzählte bereits im Oktober letzten Jahres seine Tochter Bettina Michel: „Er ist in einem sehr, sehr weiten Stadium, da müssen wir uns nichts mehr vormachen.“
Assauer machte bereits im Jahre 2012 öffentlich, dass er an Alzheimer leide. Ihm zu Ehren entstand der Film „Macher. Mensch. Legende“. Er würdigt das Schaffen von Assauer und zollt ihm einen einzigartigen Respekt. Im letzten Jahr wurde der Film im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund erstmalig ausgestrahlt. Zu der Vorstellung der emotionalen Dokumentation waren 150 Gäste geladen. Rudi Assauer nahm nicht teil.

Auch Stadionbesuche bei Heimspielen von Schalke 04 waren Assauer zum Ende seiner Erkrankung nicht mehr möglich. Seine Tochter, die heute noch gerne ins Stadion geht, empfindet die Besuche dort aber dennoch als merkwürdig. „Ein komisches Gefühl, wenn ich nach rechts gucke. Da hat Papa die ganzen Jahre gesessen.

Das letzte Mal war Rudi Assauer vor knapp zwei Jahren, im Mai 2017, im Stadion von der Öffentlichkeit und seinen Fans gesichtet worden. Damals ging es um das Schalker Jubiläumsspiel „20 Jahre Eurofighter – Bedankt Huub“. Bei diesem wurde dem Erfolgstrainer von Schalke, Huub Stevens, die letzte Ehre erwiesen. Eine Ehrensache, dass auch Assauer damals noch mit von der Partie war. Von seiner Tochter wurde er an diesem besonderen Tag ins Stadion geführt und rührte dabei über 30.000 Zuschauer zu Tränen. Platz nahm der schon schwer erkrankte Assauer, wie gewohnt, neben Stevens. Ein Anblick, der sich nicht wiederholen wird.