Furchtbare Beichte von Olivia Jones

Sie ist die wohl bekannteste deutsche Drag-Queen. Doch hinter ihrer forschen Zunge und ihrer schillernden Fassade verbirgt sich viel mehr, als die wohl meisten bisher annahmen. Viel Schreckliches! Denn die Kindheit der Künstlerin, die mit echtem Namen übrigens Oliver Knöbel heißt, war alles andere als einfach.
Als Jones‘ sieben Jahre alt war, musste sie einen furchtbaren Schicksalsschlag verkraften: Ihr Vater setzte sich von heute auf morgen mit einer Million D-Mark nach Brasilien ab. Der Beginn einer wirklich düsteren Zeit für das Hamburger Urgestein.


In ihrer Autobiographie „Ungeschminkt“ schreibt die 51-Jährige nun über diese schlimme Phase ihres Lebens. „Für mich brach damals eine Welt zusammen. Ich war enttäuscht und verletzt“, erzählt sie. Wegen ihrem Vater stand damals sogar die Polizei vor der Türe und befragte die Familie zu diesem Vorfall.
„Auch wenn unsere Familie vielleicht nicht so innig war wie andere, wurde mir klar: Ab jetzt wird alles anders.“
Als Kind eines kriminellen Bankangestellten sollte sie es in den darauf folgenden Jahren nämlich alles andere als leicht haben. Ihr Vater, der mittlerweile im Gefängnis saß, sorgte mit seinem Verhalten dafür, dass sich der kleine Junge von damals permanent schrecklich alleine fühlte. Immerhin war der Vater weg und man selbst ganz alleine mit dem Kummer.

Noch schlimmer wurde es, als der Vorfall dann auch noch zum Gespräch des gesamten Dorfes wurde. „Unsere Familie wurde das Tratschthema Nummer ein, bei den Nachbarn, auf der Straße, sogar in der Schule“, erinnert sich die Drag-Queen an die damalige Zeit zurück.


Damals sei sie nur noch als „Gangster-Sohn“ bekannt gewesen. Sogar Journalisten der Regional-Presse hätten das Haus der Familie Tag und Nacht belagert. Keine schöne Zeit für den damals noch so kleinen Jungen – und Erinnerungen, die die Olivia Jones von heute immer noch enorm prägen dürften und die sie wohl niemals vergessen wird.

Ein Kommentar

  1. Aus sich heraus eine solche Kultfigur zu kreieren, eine, die in der Lage ist, Stellung zu beziehen, zeigt doch, dass hier ein Mensch steht, der trotz Höhen und Tiefen sich seiner selbst bewußt ist und das Beste daraus macht.
    Meine Hochachtung

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