Frauenschläger-Urteil gegen Boateng: Ex verprügelt und gebissen

Jérôme Boatengs Ex-Freundin wurde übel zugerichtet. Ein Gericht erklärte den Fußballspieler für schuldig. Er soll durchgedreht sein, als es im gemeinsamen Urlaub zu Streitigkeiten kam.

Am Donnerstag musste Jérôme Boateng (33) sich den schweren Vorwürfen vor Gericht stellen. Schließlich wurde er wegen Körperverletzung und Beleidigung zu einer Strafe von 1,8 Millionen Euro verurteilt.

Die Geschädigte ist seine ehemalige Lebensgefährtin Sherin S. (31). Aus der Beziehung gingen zwei Zwillingstöchter hervor, die inzwischen 10 Jahre alt sind. Im Januar machte Sherin bereits Schlagzeilen, als Boteng sich von Kasia Lenhardt (†25) trennte. Die Mutter hatte sich in dem Konflikt ebenfalls zu Wort gemeldet. In diesem Rosenkrieg war Sherin auf Boatengs Seite. Im aktuellen Streit machte sie ihm schwere Vorwürfe und bekam Recht.

Boateng soll Sherin während eines Malediven-Urlaubs 2019 verletzt und beleidigt haben. Eigentlich hatte das Paar sich auf den idyllischen Inseln versöhnen wollen. Doch daraus wurde nichts. Es kam zum Streit der blutig endete.

Sherin behauptete: Boateng habe eine Laterne und einen Mini-Kühlschrank „mit voller Wucht“ nach ihr geworfen. Die Laterne habe sie verfehlt, die Kühlbox hätte getroffen. Dabei soll er sie unfletig beschimpft haben. „Hast du es mal wieder geschafft, du Nutte. Hast den ganzen Urlaub versaut“, zitiert die Anklageschrift den Weltklasse-Innenverteidiger.

Sie habe ihn „abfällig“ aufgefordert zu gehen, heißt es weiter. Daraufhin sei er durchgedreht. Laut Anklageschrift habe Boateng der Klägerin „mit beiden Händen“ ins Gesicht geschlagen, habe sie an den Haaren gepackt und in den Kopf gebissen. Außerdem soll er ihren Kopf herumgeschleudert und sie schließlich zu Boden geworfen haben. Selbst dann hätte er nicht von ihr abgelassen und ihr in die Nieren geboxt. Sherin konnte Hämatome nachweisen und beklagt starke Schmerzen.

Aus Boatengs Sicht sieht die Geschichte allerdings so aus: Er behauptet, er sei im Streit abrupt aufgestanden, dabei seien Laterne und Kühlbox zu Boden bzw. umgefallen. Später soll sie nach ihm geschlagen haben, seine Lippe sei sogar aufgesprungen. Er habe sie geschubst. Doch gefallen sei Sherin, als sie im Eifer des Gefechts stolperte. Daher könnten die Verletzungen stammen, die Sherin vorweisen konnte, vermutet Boateng. Möglicherweise habe sie sich diese aber auch bei ihrem Hobby zugezogen. Sie sei nämlich Thai-Boxerin, gab der 33-Jährige zu Protokoll.

Der Amtsrichter stellte fest, „die wahren Opfer dieses Geschehens sind die Kinder“ und verurteilte Boteng wegen Körperverletzung und Beleidigung gemäß Anklage. Noch ist das Urteil nichts rechtskräftig. Boateng kann noch Rechtsmittel einlegen.

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