Formel-1-Legende Sir Stirling Moss ist tot

Selbst Formel-1-Superstars wie Lewis Hamilton und Sebastian Vettel haben sie ihm aufgeschaut wie kleine Fans bei ihrem ersten Rennen.

Am Ostersonntag verstarb eine der größten britischen Motorsport-Legenden. Der große Sir Stirling Moss ist in den Morgenstunden in seinem Haus im Londoner Stadtteil Mayfair nach langer, schwerer Krankheit verstorben. Dabei hat aber das aktuell grassierende Coronavirus keine Rolle gespielt.

Gegenüber der britischen „Daily Mail“ sagte seine Frau, Lady Moss: „Er starb, so wie er gelebt hat. Selbst dabei sah er noch wundervoll aus. Am Ende war er einfach müde, hat seine schönen Augen geschlossen und das war’s.“

Sir Stirling Moss galt immer als der allerbeste Formel-1-Pilot, der nie in seinem Leben einen Weltmeistertitel feiern konnte. Der Brite gewann insgesamt 212 seiner 529 Autorennen. Dabei gelang es ihm aber nicht, die Tite in der Königsklasse des Motorsports zu gewinnen. Insgesamt war Sir Moss in der Zeit von 1955 bis 1961 viermal Zweiter und dreimal Dritter in der WM-Wertung.

1961 feierte er seinen legendärsten Sieg beim Großen Preis von Monaco. Dabei gelang es ihm, in seinem Lotus die schneller fahrenden Ferrari hinter sich zu lassen und so das Rennen spektakulär zu gewinnen. 1955 gewann er zudem die ikonische Mille-Miglia-Rallye. Bei diesem Rennen ging es in den Jahren von 1927 bis 1957 in einem Dreieckskurs durch den Norden von Italien.

Bis heute machen sowohl seine Erfolge als auch seine Leidenschaft für britische Automobile für seine Fans auf der Insel zu einer Ikone. Nach einem schweren Unfall in Goodwood 1962, bei dem er für einen Monat im Koma lag, hatte Sir Stirling Moss dann seine Rennfahrerkarriere beendet. Im Rennzirkus der Formel 1 war er bis in das Jahr 2016 immer noch ein gern gesehener Gast. Er trat seit Januar 2018 nicht mehr in der Öffentlichkeit auf.

Nun ist die Ikone Sir Stirling Moss verstorben und niemand in der Formel 1 wird ihn je vergessen.