Fitness-Influencerin mit 24 Jahren gestorben

Sie starb in den Armen ihrer Freundin. Hinter den lächelnden Fotos versteckt sich ein jahrelanger Kampf gegen Magersucht. Josi Maria aus Schleswig-Holstein hat ihn mit nur 24 Jahren verloren.

Josi Maria war nicht nur erfolgreiche Fitness-Influencerin auf Instagram, sondern sprach auch immer offen über ihre Krankheit, die sie seit vielen Jahren prägte. Josie litt seit ihrem 18. Lebensjahr unter Magersucht. In einem bewegenden Interview vor vier Wochen hatte die 24-Jährige noch ihren Kampf geschildert und erklärt: „Ich will nicht eine von 10 sein, die an der Magersucht stirbt.“ Bitter, denn genau das ist nun doch passiert.

„Mein Herz schmerzt unendlich“, schreibt die Mutter von Josi Maria auf Instagram und schon beim Lesen kann man diesen Schmerz nachempfinden: „Einen Tag zuvor hielt ich dich, liebe Josi, noch im Arm, wir gingen shoppen und du freutest dich auf Weihnachten und deinen Urlaub. In der darauffolgenden Nacht bist du friedlich im Schlaf auf Gran Canaria in den Armen deiner Freundin eingeschlafen. Dein Herzchen hörte einfach auf zu schlagen.“ So Josies Mutter. Sie will fortsetzen, was ihre Tochter begonnen hat und weiter für die Aufklärung über Josies heimtückische Krankheit einstehen.

Josie Maria starb im Urlaub auf Gran Canaria in den Armen ihrer Freundin Vanja. „Josi fragte, ob ich sie kurz umarmen könnte und mich kurz zu ihr legen kann“, berichtete Vanja später. Beide seien dann eingeschlafen. Als Vanja mitten in der Nacht erwachte, musste sie feststellen, dass ihre Freundin nicht mehr atmete: „Dann bin ich aufgewacht und habe versucht sie zu wecken (…) und konnte sie nicht mehr wecken.“

Josie Maria kämpfte seit Jahren gegen die Magersucht und versuchte anderen Mut zu machen, aber auch darüber aufzuklären, dass es sich dabei um eine Krankheit handelt, welche die Betroffenen meist ein Leben lang nicht mehr heilen können. Man könne jedoch lernen, damit zu leben.

Hilfe im Umgang mit Magersucht, Bulimie und anderen Essstörungen finden Sie unter anderem auf dem BZgA-Internetportal www.bzga-essstoerungen.de.

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