Ex-Model komplett gelähmt – eine Mini-Brezel zerstörte ihr Leben

Sie verdiente Geld mit Shootings, Auftritten in Vegas und Instagram. Jetzt liegt die 35-Jährige gelähmt im Bett. Eine kleine Knapper-Brezel zerstörte das Leben von LA-Model Chantel Giacalone. Ihre Angehörigen erhalten nun 29 Millionen Schadenersatz – ein schwacher Trost.

Giacalone ist vollständig gelähmt und verbringt ihr Leben im Krankenbett. Sie wird künstlich ernährt und kommuniziert mit Hilfe eines Mini-Computers, der ihre Augenbewegungen analysiert. Seit acht Jahren lebt das einstige Model so. Das Schicksal schlug dort zu, wo niemand es erwartet hätte.

Ein Bekannte hatte Giacalone ein Dessertschüsselchen angeboten. Auf dem gefrorenen Joghurt lag eine Mini-Brezel zur Verzierung. Die junge Frau nahm das Brezelchen und biss ab. Was sie nicht wusste: Der kleine Snack enthielt Erdnussbutter. Die damals 27-Jährige bemerkte sofort, dass etwas nicht stimmte und fragte, was da drin sei.

Die Bekannte antwortete wahrheitsgemäß „Ich glaube Erdnussbutter“. Giacalone sprang auf und rief entsetzt: „Ich bin allergisch!“. Die Reaktion ihres Körpers machte sich blitzschnell bemerkbar. Noch bevor ein Sanitäter eingreifen konnte, schwoll dem Model der Hals zu.

Am Abend hätte sie auf einer Modemesse auftreten sollen, doch stattdessen ging es ins Krankenhaus. Sie sollte es nicht mehr auf eigenen Füßen verlassen.

Die medizinischen Fachkräfte vor Ort spritzten der jungen Frau Adrenalin, allerdings nur ins Muskelgewebe, nicht intravenös. Ein Fehler, der sich als fatal herausstellte. Giacalones Atmung setzte aus. Ihr Gehirn wurde minutenlang nicht mit Sauerstoff versorgt. Es stellte sich ein irreparabler Gehirnschaden ein, von dem sie sich bis heute nicht erholt hat.

Der Fall ging vor Gericht. Giacalones Eltern forderten Schadenersatz von der zuständigen Ambulanz und erhielten Recht. In einem Zivilprozess wurde der Familie 29,5 Millionen Dollar (25 Mio. Euro) zugesprochen. Das Geld soll dem gelähmten Model zu Gute kommen, um ihre Pflegebedingungen zu verbessern. Sie wird familiär betreut. Ihr Vater sagte vor Gericht: „Sie ist noch da drin. Sie hat noch Emotionen und weint. Wenn ich nach Hause komme, werde ich sie sehen – und dann bringen wir alles in Ordnung.“

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