Ex-Formel-1-Star hat Ärger wegen eines “Elite-Spielplatzes”

Der ehemalige Formel-Eins Profi hat richtig Ärger. Eigentlich sollte es eine lohnende Investition sein, aber die Nachbarn sehen das ganz anders.

Vor zwei Jahren erwarb Ralf Schumacher die Villa Coloniale samt Pool und üppigem Garten. Das luxuriöses 5-Sterne-Gästehaus liegt im Constantia Winelands Valley, Südafrika. Es ist ein kleines Stück vom Paradies. Weit weg vom Trubel, aber in Reichweite der pulsierenden Stadt Kapstadt ist die Lage ideal. So ideal, dass Schumacher im vergangenen Jahr auch noch das angrenzende Grundstück erwarb. Der Plan: der Bau von weiteren 13 Luxusvillen.

Was dem Formel-Eins Veteranen wohl nicht klar, damit gibt es Ärger im Paradies, denn das gefällt seinen Nachbarn gar nicht!

Die Vorwürfe: Der Bauplan passe nicht zum Vorort und man könne dort nicht mehr spazieren gehen.
„Das eingereichte Bauvorhaben ist dicht gedrängt und doppelstöckig, was nicht zu diesem Vorort passt“, findet etwa Richard Fienberg, dessen Haus direkt an das Grundstück grenzt. Schumachers Pläne hätten das Potenzial, den „gesamten Charakter dieses Ortes“ zu verändern, warnt Fienberg in der Lokalpresse. Eine weitere Nachbarin, Angie Montandon, bezeichnet Ralfs Bauprojekt als „einen Elite-Spielplatz für Reiche aus Übersee.“

Foto: Das noble 5-Sterne-Hotel „Villa Coloniale“ von Ex-Rennfahrer Ralf Schumacher hat zehn Luxus-Suiten; Facebook

Schumacher ließ das Gelände außerdem einzäunen. Auch das macht die Nachbarschaft wütend.

„Ich kann die Aufregung nicht nachvollziehen. Ich will etwas Schönes hier aufbauen”, zeigt sich der 46-Jährige. “Natürlich haben die Bewohner ein Mitspracherecht bei der Genehmigung. Den Zaun habe ich auf meinem Grundstück zur Sicherheit aufstellen lassen, denn dort befinden sich noch leer stehende Häuser. Spazieren ist dennoch möglich.“

Doch die Fronten sind bereits verhärtet. Emile Langenhoven, Mitglied im Constantia-Gemeinderat, bestätigt: „Meines Erachtens kam der Kauf aufgrund einiger verwaltungstechnischer Ungenauigkeiten zustande. Nun haben wir hier diese erbitterte Auseinandersetzung.“ Spielt er damit auf die Möglichkeit an, dass möglicherweise Schmiergeld geflossen ist? AUf jeden Fall zeigen sich der Gemeinderat kampfbereit.
„Noch ist der Bauantrag nicht genehmigt. Es wird ein langwieriger Prozess“, so Langenhoven.

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