Ex-Berater verklagt Bayern-Star auf Millionen

Es sind äußerst schweren Vorwürfe mit denen FC Bayern München-Star Robert Lewandowski aktuell konfrontiert wird. Wie es aus internen Berichten heißt, soll er mehrere Millionen Euro aus seiner Vermarktungsfirma „RL Management“ abgezweigt haben.


Sein ehemaliger Berater Cezary Kucharski (48) hat deswegen nun eine Zivilklage am Bezirksgericht Warschau eingereicht. Dies berichtet das Magazin „Spiegel“.
Kucharski fordert von Lewandowski nun insgesamt 39 Millionen polnische Zloty Schadensersatz. Umgerechnet sind das etwa neun Millionen Euro. Doch so leicht lässt sich Lewandowski auf den Deal nicht ein. Denn er hält die Anklage für „unbegründet“ und wirft seinem ehemaligen Berater und Geschäftspartner stattdessen Verleumdung und Erpressung vor.

Doch was war das Ziel der angeblichen Geldabzweigung aus der polnischen Firma? Pikante Details verraten, dass er die Summe auf eines seiner polnischen Konten überwiesen haben soll, um den deutschen Steuerbehörden zu entgehen. Dabei sollen Lewandowski und Ehefrau Anna auch noch gegen den Rat ihres Steuerberaters gehandelt haben. Dieser nämlich soll die beiden eindringlich davor gewarnt haben, dass sie „in große Schwierigkeiten“ geraten könnten, „wenn wir Informationen und/oder Einkommen vor den deutschen Behörden zurückhalten.“

Doch bei der Zivilklage geht es auch noch um mehr: „RL Management“ soll auch Anna Lewandowski im Oktober 2015 ein privates Darlehen von 2,5 Millionen Euro zugesagt haben. Die Frau des Fußballers zahlte die Summe jedoch nicht zurück. Stattdessen verschwand sie nur aus den Bilanzen der Firma und landete schlicht auf einem anderen Konto. Und genau auf dieses Konto hatte auch Robert Lewandowski angeblich Zugriff. Die Sprecherin des Stürmers sagt hierzu: „Robert Lewandowski erinnert sich nicht, dass er Zugang zu diesem Konto gehabt hätte.“ Stattdessen sei das Millionendarlehen zwischen „RL Management“, Anna ¬Lewandowski und der Firma Blue Oyster eine „rechtskonforme Transaktion“ gewesen.


Lewandowski ist sich keiner Schuld bewusst. Stattdessen behauptet er bisher, dass in der Vergangenheit alle Transkationen rechtsgültig in Steuererklärungen festgehalten wurde.