Erschossene Kamerafrau: Regieassistent gerät in Ermittlungsfokus

Ganz Hollywood treibt seit Tagen nur eine Frage um: Wie konnte es zu dem tödlichen Unfall am Set des neuen Westernfilm „Rust“ kommen, bei dem die Kamerafrau Halyna Hutchins von Schauspieler Alec Baldwin (63) erschossen wurde.

In dem Revolver aus der Requisitenkammer fanden die Ermittler tatsächlich scharfe Munition. Übergeben wurde Baldwin die Waffe von Regieassistent Dave Halls. Ist es ein Zufall, dass der Mann bereits 2019 von einem Filmset entlassen wurde, weil er Hauptverdächtiger in einem Schusswaffenunfall war? Wohl kaum!


Wie hat sich die Situation am Filmset also abgespielt? Dave Halls soll Megastar Baldwin die Waffe mit den Worten „cold gun“ gegeben haben. Das bedeutet so viel wie: Sie ist nicht geladen. Das allerdings war eine ganz offensichtliche Fehlinformation, die die junge Kamerafrau Halyna das Leben kostete. Doch nicht nur sie kam zu Schaden. Der Schuss, den Alex Baldwin aus dem Revolver abfeuerte, verletzte auch den Regisseur des Films, Joel Souza. Er überlebte jedoch mit einer Verletzung an der Schulter.

Die Hektik und die Panik am Set kurz nach dem Vorfall kann man sich nur wage vorstellen. Kurz danach meldete sich Baldwin auch schon auf Twitter, um seinen Gefühlen Luft zu machen. „Es gibt keine Worte, um meinen Schock und meine Trauer über den tragischen Unfall auszudrücken, der Halyna Hutchins, eine Frau, Mutter und von uns geschätzte Kollegin das Leben kostete.“ Er werde „voll und ganz mit den Ermittlern der Polizei kooperieren, um zu klären, wie es zu dem tragischen Vorfall kommen konnte“.

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Wie amerikanische Medien berichteten, hatte sich Baldwin am vergangenen Samstag mit Halynas Witwer und ihrem gemeinsamen neunjährigen Sohn getroffen um sich zu erklären. Die Familie hege keinen Zorn gegen den Schauspieler, ist aber an einer raschen Aufklärung des Falles mindestens genauso interessiert wie Baldwin selbst.

Inwieweit Dave Halls nun in dieses Drama wirklich involviert ist, muss noch geklärt werden.

4 Kommentare

  1. Wie blöd muss man sein, und soviel Unwissenheit gibt es gar nicht, dass man eine Waffe auf einen richtet, ob geladen oďer nicht. Oder weiß man das in Amerika nicht. Das ist doch auch logisch und wird jeden Waffenträger eingebläut. Vor lauter Übermut und Spaß , wusste er nicht, was er tat, oder ist da jemand anderer Meinung.

  2. sehe ich fast genau so ….. mal ehrlich warum richtet man die waffe am filmset auf die kamerafrau???? wenn dann richte ich doch die waffe auf den anderen schauspieler (in der szene)
    das ist alles etwas sehr komsich

  3. Ich bin selbst Sportschütze. Euren Kommentaren stimme ich
    inhaltlich vollkommen zu. Eine Waffe, in diesen Fall ein Revolver,
    wird stets entladen und mit geöffneter Trommel übergeben.
    Baldwin hätte doch die Waffe sofort nach Erhalt überprüfen müssen.
    Eine ungeöffnete Waffe zu übergeben geht gar nicht. Da fliegst du
    bei uns sofort aus dem Schießstand. Und dann noch geladen…..?
    Und wie gesagt- nie eine Waffe auf Personen richten. Was mich
    wundert : Ich habe immer überzeugt das Filme ausschließlich unscharfe
    Waffen, z.B. Gaspistolen/Revolver, mit Platzpatronen zum Einsatz kommen.
    Hoffentlich wird bei einer Sportveranstaltung niemand beim Startschuss
    getroffen. Ich bin pro Schießsport eingestellt. Aber scharfe Waffen beim
    Film – in der Hand von Menschen ohne entsprechende Ausbildung.
    Ich weiß nicht. Habe ich auch so nicht angenommen.

    1. Leider haben die Amerikaner eine ganz andere Ansicht im Schusswaffengebrauch wie wir. Auch die Gesetze sind, wie wir Wissen, ganz andere wie hier in Deutschland. Und trotzdem sind doch eigentlich Schauschpieler wie Baldwin Vollprofis am Set. Ich kann nicht verstehen wie man sich darauf verlässt wenn jemand sagt die Waffe wäre nicht geladen. Da muss man sich doch selbst von überzeugen. Gibt es da keine Sicherheitsbestimmungen? Also für mich trägt da im Zweifelsfall auch Baldwin eine Teilschuld. Sorry.

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