Endlich spricht Angela Merkel über ihre Zitteranfälle

Schockierend sahen Merkels Zitteranfälle aus. Erschreckende Bilder gingen um die Welt und die ehemalige Kanzlerin beschwichtigte. Doch eine rechte Erklärung für das Zittern gab sie nie ab. Erst jetzt äußerte die 67-Jährige sich ausführlich dazu. Demnach hatten diese „mit zwei Dingen zu tun.“

Der erste Zitteranfall von Angela Merkel ereignete sich vor ziemlich genau drei Jahren. Der Vorfall ereignete sich als Wolodymyr Selenskyj, der damals noch neue Präsident der Ukraine, erstmals Deutschland besuchte. Die beiden Staatschefs standen nebeneinander und warteten auf das Abschreiten der Ehrenformation der Bundeswehr. Dabei zitterte Merkel heftig. Als sie sich später selbst in Bewegung setzte, wurde es sichtlich besser.

In einer späteren Pressekonferenz führte sie den Anfall auf eine Dehydrierung zurück. Doch wenige Tage später wiederholten sich die Symptome, als Christine Lambrecht im Schloss Bellevue ihre Ernennungsurkunde als Bundesjustizministerin verabreicht bekam. Der dritte Anfall trat beim Staatsbesuch des damals finnischen Ministerpräsidenten Antti Rinn auf. Danach trat Merkel sehr oft im Sitzen auf und die Zitteranfälle blieben aus. Ansonsten bestand sie darauf, dass es ihr gut gehe und sie weiter als Kanzlerin leistungsfähig sei.

Am Dienstagabend stellte sich die Altkanzlerin nun erstmals wieder einigen Fragen zu ihrer Regierungszeit. Bei einer Buchvorstellung im Theater „Berliner Ensemble“ äußerte sie sich auch zu jenen Zitteranfällen und rückte erstmals Privates dabei heraus. Zum einen sei sie damals durch den Tod ihrer Mutter in einem Ausnahmezustand gewesen. „Das hat mich doch mehr in Anspruch genommen als ich dachte“, gestand Merkel nun rund drei Jahre später. „Zum Zweiten hing es auch mit wenig trinken zusammen“, wiederholte die CDU-Politikerin ihr erstes Statement.

Später sei dann die Angst vor eben jenen Anfällen hinzugekommen. Es habe ihr dann sehr geholfen, militärische Ehren im Sitzen zu absolvieren. Mit einem Stuhl beim Empfang von Staatsgästen sei sie dann „besser zurande gekommen“, so die 67-Jährige.

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