Ehemann von Klaus Wowereit verstorben

Er war der Ehemann von Berlins ehemaligem Bürgermeister Klaus Wowereit (66). Nun ist der Neurochirurg Jörn Kubicki im Alter von gerade einmal 54 Jahren in Berlin an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung verstorben. Dies teilte Wowereits Anwalt Christian Schertz am Samstagabend der Deutschen Presse-Agentur mit: „Ich kann Ihnen als Anwalt von Klaus Wowereit bestätigen, dass Jörn Kubicki heute verstorben ist. Erklärungen werden hierzu nicht erfolgen und wir bitten, die Privatsphäre von Herrn Wowereit zu respektieren.“


Verschiedene Medien berichten ganz aktuell, dass Kubicki zuvor bereits an der Lungenerkrankung COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease) erkrankt war. Diese Lungenkrankheit führt per se zu starken Atembeschwerden und Sauerstoffmangel und zählt daran Erkrankte zu der Risikogruppe für einen erschwerten Verlauf bei einer Coronainfektion. An dieser soll Kubicki auch gelitten und in Folge dessen einen Herzinfarkt bekommen haben. An diesem sei er dann auch verstorben.

Kubicki und Wowereit waren fast 30 Jahre lang ein Paar. Der Politiker und der Mediziner waren bereits zusammen, als Wowereit sich anschickte, in der Landespolitik bis ganz nach oben durchzustarten. Regierender Bürgermeister war er von 2001 bis 2014, von 2009 bis 2013 auch einer der stellvertretenden Bundesvorsitzenden der SPD.


Die beiden waren regelmäßig zusammen in der Öffentlichkeit zu sehen – auch in der jüngeren Vergangenheit. Bei der Berlinale 2019 etwa kamen beide zur Verleihung der Bären im Berlinale Palast. Beim Christopher Street Day im gleichen Jahr nahmen sie zusammen auf einem offenen Wagen an der Parade teil – und dies bei Weitem nicht zum ersten Mal. Klaus Wowereit wurde vor allen Dingen durch einen Satz weltweit bekannt. Bei seiner Nominierung als Berliner SPD-Spitzenkandidat 2001 hat er öffentlich gesagt: „Ich bin schwul und das ist auch gut so“. Der Satz brachte ihm viel Respekt ein und ist im Zusammenhang mit ihm immer wieder zitiert worden.