Dramatischer Instagrampost von Sportstar

Es gibt kaum heftigere Vorwürfe, die eine Tochter gegen ihren eigenen Vater richten kann. Die Vize-Europameisterin im Schwimmen, Liliana Szilagyi, beschuldigt ihn in einem dramatischen Instagram-Posting, sie jahrelang missbraucht zu haben.

„Nach 25 Jahren bin ich bereit, die schwierigsten Worte zu sagen, die es je für mich gegeben hat. Nach so viel Schmerz und Kampf werde ich aufstehen, und obwohl ich weiß, dass das Thema sehr umstritten ist, werde ich meine Meinung sagen, weil es notwendig ist.“ So lauten die ersten Worte unter dem Beitrag der ungarischen Schwimmikone.


Ihr Vater, der angesehene Dr. Zoltan Szilagyi (54), ist gleichermaßen Rechtsanwalt und Schwimmtrainer und soll sie seitdem sie ein Kind ist, „körperlich, gefühlsmäßig und sexuell“ missbraucht zu haben.

„Wenn ich nicht die erwarteten Ergebnisse lieferte, wurde ich ignoriert und mit verschiedenen Strafen belegt. Ich durfte keine unabhängige Stimme, keinen Gedanken, keine Meinung und kein Ziel haben“, erklärt die junge Frau, die in den vergangenen Jahren ganz offenbar schlimmste Erlebnisse durchmachen musste.

„Ständig und unvorhersehbar, wann immer ihm danach war, genoss er es, seine Macht über mich auszuüben. Sei es durch körperliche Züchtigung, Einschüchterung, Vorenthaltung von Liebe und Aufmerksamkeit oder sexuellen Missbrauch.“


Mit 20 Jahren, kurz nach der Europameisterschaft 2016, in der sie Silber gewann, brach sie den Kontakt zu ihrem Vater ab. Dr. Zoltan Szilagyi war früher einmal selbst ein bekannter und erfolgreicher Schwimmer, nahm dreimal an den Olympischen Spielen teil (1988, 1992, 2000) und wurde im Laufe seiner Karriere sogar nationaler Kraul-Meister.

Doch warum geht Liliana erst jetzt, fünf Jahre nach ihrem Kontaktabbruch, mit diesen Neuigkeiten an die Öffentlichkeit? Der Grund ist ihre Schwester Gerda, die ebenfalls Schwimmerin ist und noch bei ihrem Vater lebt. „Ich habe und tue mein Bestes, um sie in ein gesundes Umfeld zu bringen, aber ich habe große Angst davor, wie es ihr in Wirklichkeit gehen könnte.“

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