Die schwere Traumatisierung von Prinz William

Es sind schwere Tage, die der britische Thronfolger Prinz William gerade durchstehen muss. Angesichts der immer noch währenden Corona-Pandemie blickt er sorgenvoll in die Zukunft und zeigt sich in einem Gespräch mit britischen Rettungsbediensteten und Seelsorgern offen wie nie. Seiner Ansicht nach wird die Pandemie zahlreiche Menschen schwer traumatisieren – auch ihn selbst.


„Sie sehen so viel Traurigkeit, Trauma, Tod, dass es Ihr eigenes Leben beeinflusst, weil es immer da ist“, sagte William in seinem virtuellen Austausch mit den Rettungskräften und Seelsorgern. All die stehen jeden Tag an vorderster Front um gegen die Folgen der Corona-Pandemie anzukämpfen. Mal mehr und mal weniger erfolgreich.

„Wenn man so viel Tod und so viel Verlust sieht, beeinflusst das, wie man die Welt sieht“, so William, der in diesem Zusammenhang auch über seine eigenen Erfahrungen mit „Tod und Trauer“ sprach. William war in der Vergangenheit als Rettungsflieger in der britischen Armee tätig und hat ebenfalls schon viel Leid sehen und erleben müssen.
Seit Beginn der Pandemie zählt Großbritannien bereits rund 90 000 Todesopfer, deren Ursache Covid-19 lautet. Schätzungen zufolge dürfte die tatsächliche Zahl der Toten jedoch bereits lange die 100.000 überschritten haben. Vor allen Dingen in der britischen Hauptstadt London geraten die Krankenhäuser derzeit immer weiter an ihre Belastungsgrenzen.


Um Menschen ein offenes Ohr zu bieten, die angesichts der Krise große existenzielle Sorgen haben, unterstützen Prinz William und Herzogin Kate die Telefonseelsorge-Hotline mit finanziellen Mitteln. Bei dieser Hotline arbeiten Menschen, die Leuten mit traumatischen Erfahrungen Hilfestellung geben können. Immer wieder werden jedoch Befürchtungen geäußert, dass auch Rettungsdienste und Seelsorger die eigene psychische Gesundheit hinten anstellen und dies langfristig zu gefährlichen Konsequenzen führen könnte.

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