Deutscher Star-Virologe bekommt Klatsche von ganz oben

Seit Beginn der Pandemie hört man seine Expertise in zahlreichen TV-Auftritten. Doch nun bekommt der Virologe und seine Kollegen Gegenwind von ganz oben: Die Gesellschaft der Virologen (GfV) distanziert sich öffentlich von seinen Aussagen!

Hendrik Streeck (Uni Bonn) und Christian Drosten (Charité Berlin) sind die Pandemie-Stimmen Deutschlands. Viele Menschen vertrauen auf ihre Meinung. Doch einig sind die beiden sich nur in sehr wenigen Punkten.

Nun mischte der Vorstand der Virologen-Gesellschaft sich ein und bezog deutlich Position gegen einen der beiden.

Charité-Chefvirologe Prof. Christian Drosten steht hinter dem Lockdown und strikten Maßnahmen, um die Infektionszahlen in Deutschland schnell wieder zu drücken. Wenn die Infektionen außer Kontrolle gerieten, droht seiner Meinung nach die Katastrophe im Gesundheitssystem. Erst kürzlich kündigte Drosten an, dass uns die Triage drohe. Das würde bedeuten, dass Ärzte in überfüllten Kliniken entscheiden müssten, wen sie versorgen und wen sie sterben lassen.

Der Bonner Virologe Hendrik Streeck zeigt sich seit Beginn der Pandemie immer wieder beschwichtigend. Er erklärte, dass man sich von den großen Zahlen der Neuinfektionen nicht erschrecken lassen sollte. Wichtig sei es, die Lage in den Krankenhäusern zu beobachten.

Gemeinsam mit Andreas Gassen, dem Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und einigen anderen Virologen sprach Streeck sich dafür aus, einen zweiten Lockdown unbedingt zu verhindern. Und: Anstatt die Behörden mit der Verfolgung aller Infektionsketten zu belasten, sollte der Fokus auf dem Schutz von Risikogruppen liegen.

In einem offenen Brief erboste sich nun der Vorstand der Virologen-Gesellschaft gegen die Aussagen der Fraktion Streeck: „Wir distanzieren uns von der Art und Weise, wie verschiedene Vorschläge zur Pandemieeindämmung vorgebracht werden und auch von einigen Inhalten,“ schrieb der Verbund in einem offenen Brief und positionierte sich pro Lockdown und Kontaktverfolgung: „Das Ziel, Kontakte rasch nachzuverfolgen, darf zum jetzigen Zeitpunkt auf keinen Fall aufgegeben werden.“

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