Deutscher Regisseur der Vergewaltigung beschuldigt

Das sind wirklich heftige Vorwürfe, wegen denen sich der deutsche Regisseur Dieter Wedel nun bald vor Gericht verantworten muss. Schon im Jahr 2018 beschuldigten ihn gleich drei verschiedene Schauspielerinnen, wegen sexueller Belästigung.

Schon damals bestritt der heute 81-Jährige die abstrusen Anschuldigungen, zog sich dann aber recht schnell aus der Öffentlichkeit zurück. Ein Schuldeingeständnis?
Doch die „Vogelstrauß“-Taktik hilft nicht: Denn nun wird der Fall noch mal richtig ernst. Die Staatsanwaltschaft München I hat nun wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung Anklage gegen den einstigen Filmemacher erhoben. Ob er damit nach drei langen Jahren wohl gerechnet hat?


Im Falle dieser Anklage geht es sogar gar nicht um die sexuelle Belästigung aus 2018. Der nun zu verhandelnde Vorwurf liegt viel länger zurück: Die angeklagte Vergewaltigung soll sich nämlich bereits im Sommer 1996 abgespielt haben. In einem Münchener Hotelzimmer soll der damals 56-Jährige die Schauspielerin Jany Tempel (heute 51) ihren eigenen Angaben nach zum Sex gezwungen haben.

Als Gegenleistung für den Sex habe er der damals 27-Jährigen eine Rolle in einem seiner neusten Filme versprochen.
Nach Angaben der Münchener Staatsanwaltschaft führt die Anklage insgesamt 20 Zeugen sowie eine Gutachterin und Kalendereinträge von damals als Beweismittel. Es mussten sogar Zeugen aus dem Ausland ermittelt und vernommen werden. Deswegen habe sich das ganze Prozedere noch länger hingezogen als ohnehin schon.


Natürlich wurde Wedel bereits über die Vorwürfe informiert, hat denen aber per eidesstattlicher Erklärung schnell widersprochen. Seine Anwälte kritisieren die Anklage scharf: „Das Ermittlungsverfahren, das von einer fast beispiellosen öffentlichen Vorverurteilung eingeleitet und begleitet wurde, dauert seit mehr als drei Jahren an, ohne dass sich in dieser Zeit durchgreifende neue Gesichtspunkte zur Belastung unseres 81-Jährigen Mandanten ergeben haben“, zitiert das Magazin Spiegel seine Rechtsanwältin Dörthe Korn.

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