Deutscher Rapper: So lebt er mit halbem Kopf

Es ist ein Schicksal, vor dem sich wohl jeder fürchtet. Der deutsche Rapper Dr. Knarf allerdings sieht es mittlerweile gelassen und mit der bitter nötigen Portion Ironie: Er lebt mit halbem Kopf, weil er sich die andere Hälfte im Februar 2017 selbst weggesprengt hat. Nimmt er seine obligatorische Mütze ab, offenbart sich nun das ganze Ausmaß der Tragödie. Und daran können auch die Worte „Beste Leben“, die auf eben jener Mütze prangern, nichts mehr ändern.


Am 06. Februar 2017 sollte sich das Leben des Kölner Musikers, der mit bürgerlichem Namen übrigens Niko B. heißt und in Hamburg geboren wurde, für immer verändern. In seinem Tonstudio produzierte der damals 32-Jährige mit einem Freund nämlich nicht nur Musik, sondern auch sogenanntes Butan-Haschöl, wie die Polizei bei ihren späteren Ermittlungen herausfand. Was eine Zeitlang gut ging, sollte an besagtem Tag dann aber endgültig ausarten und zu einem schweren Unfall führen. In der selbst gebauten Drogenküche kam es zu einer heftigen Explosion, in dessen Folge aus dem 1,90 m großen Mann einer mit schwerer Behinderung wurde. Und das gerade einmal in einem Bruchteil von nur wenigen Sekunden.

Er erlitt im Gesicht heftigste Verletzungen und Verbrennungen, denen die Ärzte mit mehreren schmerzhaften Hauttransplantationen entgegenwirkten. Bei der Explosion wurde aber auch der halbe Kopf des noch jungen Mannes weggesprengt. Es gleicht wirklich bis heute einem Wunder, dass er die Explosion überhaupt überlebt hat.


Es folgte eine lange Genesungszeit, die für den Kölner vor allem mit Schmerzen und Kummer einhergingen. Heute sitzt er im Rollstuhl, hat aber jedoch nach eigenen Aussagen wieder die Freude am Leben gefunden. Er ist wieder regelmäßig im Studio und unterstützt andere Künstler als Musikproduzent. Den Drogen hat er abgeschworen und trägt sein Schicksal mit Humor. Etwas anderes bleibt ihm am langen Ende dann wohl auch nicht mehr übrig.

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