Deutscher Motorsportler nach langer Pflegezeit verstorben

Er war Europameister und zweimal auch Vizeweltmeister im Motorsport: Reinhold Roth gehörte einst zu den wohl besten Motorradrennfahrern auf der ganzen Welt. Nun ist der Profi von damals mit 68 Jahren verstorben.
Seinen Tod teilte seine Witwe Elfriede dem Bayerischen Rundfunk mit. So sei ihr Mann in seiner Heimatregion friedlich eingeschlafen – ohne große Schmerzen fühlen zu müssen.

Seit den 1970er Jahren gehörte Roth zu den Besten der Welt. 1982 konnte er den Europameistertitel in der 250-cm³-Klasse einfahren. Einige Jahre später – 1987 und 1989 – verpasste der Pilot ganz knapp den Weltmeistertitel.
Ein wirklich heftiger Schicksalsschlag beendete die Karriere von Reinhold Roth am 17. Juni 1990. Beim Großen Preis von Jugoslawien in Rijeka fuhr der damals 37-Jährige nahezu ungebremst auf Rivale Darren Milner (Australien) auf. Beide Rennfahrer lagen schwer benommen minutenlang am Rande der Rennstrecke, bis sie sich erholten und die Ärzte mit ihnen sprechen konnten. Roth erlitt dabei einen Schädelbasisbruch sowie ein Schädel-Hirn-Trauma und lag in Folge ganze sechs Wochen lang im Koma.


Von diesem schweren Unfall sollte er sich sein gesamtes Leben lang nicht mehr erholen. Bis zu seinem jetzigen Tode war er ein schwerer Pflegefall und wurde zuhause rund um die Uhr intensivmedizinisch betreut. Seine Ehefrau pflegte ihn bis zu seinem Ableben und erklärte auch jetzt in einem Interview, dass der Crash von damals nun auch sein Lebensende besiegelt hätte. „Die Spätfolgen der schweren Kopfverletzung von Rijeka spielten eine Rolle, dazu haben die Nieren versagt. Es ist eins zum anderen gekommen.“


Vor ihrer jetzigen öffentlichen Stellungnahme trat die Gattin von Roth zuletzt 2014 in einem sehr bewegenden TV-Interview bei Moderator Markus Lanz auf. Damals sprach sie über das schwere Schicksal ihres Mannes, was am Ende dann auch zu ihrem eigenen werden sollte. Wir wünschen der Witwe viel Kraft!

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