Deutscher Forscher und Tochter brutal ermordet

Vor vier Jahren ist Forscher Bernard von Bredow gemeinsam mit seiner Tochter von Deutschland nach Paraguay ausgewandert. Sein Traum vom Aussteigerleben war nun sein Todesurteil.

Der 62-Jährige und die mittlerweile junge Frau sind am 22. Oktober in ihrem Haus in Areguá brutal ermordet aufgefunden worden. Wie die örtliche Zeitung »Ultima Hora« berichtet, wurden die beiden wohl erschossen. Doch damit noch nicht genug: Der Forscher soll vor seiner Hinrichtung auch noch brutal gequält worden sein.

So wies er Verletzungen im Gesicht auf und im Haus fand man zahlreiche Blutflecken, die darauf hindeuteten, dass die unbekannten Täter ihn verletzt nach etwas suchen ließen. Die Angreifer schossen im anschließend von hinten in den Kopf. Seine Tochter verblutete nach einem Bauchschuss in der Badewanne des Hauses.


Laut »Bild«-Zeitung entdeckte ein Freund der Familie die beiden Leichen in dem Haus, nachdem sich der 62-Jährige längere Zeit nicht gemeldet hatte. Im Bekanntenkreis herrscht aktuell Fassungslosigkeit: „Bernard hatte keine Feinde in Paraguay. Er war beliebt und wurde bewundert, weil er so gebildet war“, erklärt sein Freund.
Im Rahmen der laufenden Ermittlungen vermutet man jetzt, dass die Angreifer auf Geld oder andere wertvolle Gegenstände aus waren und die beiden eigentlich nur ausgeraubt werden sollten.

Bernard von Bredow war Eiszeitforscher und hatte unter anderem ein wichtiges paläolithisches Jagdrevier der Neandertaler entdeckt. Er besitzt ein eigenes oberbayerisches Privatmuseum, in dem er unter anderem eines der ältesten Mammutskelette der Welt und die Überreste eines mehr als 40.000 Jahre alten Höhlenlöwens aus Bayern ausgestellt hat. Die Knochen des Mammuts hatte er im Alter von gerade mal 16 Jahren nahe seines Heimatorts Siegsdorf entdeckt und dann ausgestellt.

In Paraguay hat der Wissenschaftler keine großen Errungenschaften mehr zu verbuchen gehabt. Bis zu seinem Tod arbeitete er als Geigenbauer.

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