Deutsche Hochstaplerin verkauft getragene Knast-Höschen

Die deutsche Fake-Millionärserbin und verurteilte Hochstaplerin Anna Sorokin ist auch hinter Gittern nicht untätig. Ganz im Gegenteil.

Anna Sorokin, besser bekannt als Anna Delvey, die deutsche Betrügerin, die 2019 verurteilt wurde, weil sie New Yorker Prominente und Banken um mehr als 60 Mio. US-Dollar betrogen hat, plant zur Zeit ein neues Business-Modell. 

Die 31-Jährige gehört zu den vielen Prominenten, von Grimes bis Paris Hilton, die auf den sogenannten NFT-Trend – nicht austauschbare Token – setzen. Diese Token (Wertmarken) sind eine digitalisierte Form eines Vermögenswertes und nicht handelbar.

Sorokin kündigte nun an, dass sie ihre eigene Sammlung von NFTs auf den Markt bringt.  Bei ihren NFTs handelt es sich um „Einlasskarten“. Tickets, mit denen ihre Fans ein Telefonat oder sogar einen Besuch im Gefängnis erwerben können – je nach Preiskategorie. Während des Besuchs gäbe es dann auch die Möglichkeit, diverse persönliche Gegenstände von ihr zu erwerben.

“Mein NFT-Team hat eine große Bandbreite an Gegenständen zusammengestellt, die wir schon eine Weile gesammelt haben. Sie reichen von Kugelschreibern und Papier aus dem Knast bis zu T-Shirts und Schlüpfern aus Baumwolle, die ich signiert habe“, so Sorokin.

“Ich sehe das als eine Gelegenheit, direkt mit meinem Publikum in Kontakt zu treten und die Verantwortung für die Geschichte zu übernehmen, die sich bisher weitgehend meiner Kontrolle entzogen hat“, erklärt Sorokin auf einer Website, die das Projekt mit dem Titel der Netflix-Serie “Reinventing Anna“ bewirbt. 

Die ersten 10 NFTs, die Sorokin geprägt hat, sind Karten mit Szenen aus ihrem Leben zeigen. Die erste Karte wurde von dem Comiczeichner Johnny Ryan entworfen und zeigt eine Frau hinter Gittern, die zu einem Besucher sagt: „Du siehst arm aus“.

Käufer erhalten neben ihrer getragenen Unterwäsche auch Zugang zu Sorokin „über exklusive Live-Streams und andere Online- und Metaverse-Events“, heißt es auf der Website. Eine elitäre Gruppe von „Top-Besitzern“ wird die Chance haben, mit ihr zu telefonieren und von der verurteilten Betrügerin gezeichnete Skizzen sowie persönliche Gegenstände aus ihrer Zeit hinter Gittern zu erhalten. 

Sorokin, die noch immer gegen ihre Ausweisung aus den USA kämpft, findet, sie gibt mit diesen NFTs ihren Fans nur das, was sie wirklich wollen: „Leute fragen mich nach allen möglichen Dingen. Ich würde niemanden jemals meine Schlüpfer aufdrängen – doch ich wurde darum gebeten“.

Dieses neue Businessmodell sieht Anna Sorokins auch als einen Versuch, sich von ihrer kriminellen Vergangenheit abzuwenden.

„Ich würde mich freuen, wenn die Leute mich nicht einfach als Betrügerin abtun würden, sondern sehen könnten, was ich als Nächstes vorhabe“, soSorokin gegenüber Medien.

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