Deutsche Fernsehlegende verstorben

Er war und ist eine Legende der deutschen Fernsehwelt. Doch nun müssen sich seine Fans von ihm verabschieden: Satiriker und Journalist Herbert Feuerstein ist am vergangenen Montag im Alter von stolzen 83 Jahren verstorben. Seinen letzten Stunden erlebte er in Erftstadt in Nordrhein-Westfalen.

Die Nachricht über seinen Tod gab der WDR unter Berufung auf Feuersteins Ehefrau bekannt. Seinen Kultstatus erlangte der Komiker vor allen Dingen durch die Sendungen „Schmidteinander“ und „Psssst…“, in denen er gemeinsam mit Moderator und Entertainer Harald Schmidt auftrat und ein Millionenpublikum begeisterte.


Zudem war Feuerstein auch Teil der „Wochenshow“, der Rate-Show „Was bin ich?“ oder dem Film „Der Schuh des Manitu“. Seine Fans konnten ihn zudem in der Serie „Nikola“ und in diversen Kinofilmen sehen. Darüber hinaus schrieb Feuerstein das eine oder andere Buch.

Für die bereits genannte Sendung „Schmidteinander“ bekam der Sympathieträger 1994 den Adolf-Grimme-Preis. Im Jahr 2010 wurde Feuerstein zudem der Ehrenpreis des Deutschen Comedypreises verliehen.

Feuerstein wurde 1937 in Zell am See (Österreich) geboren. Vor genau 30 Jahren, 1990, bekam er die deutsche Staatsangehörigkeit. Eine besonders schöne Kindheit und Jugend hatte Feuerstein nicht. Sein Vater war ein strenger Nazi und bescherte Feuerstein eine nur sehr intolerante und enge Welt. Um aus ihr zu fliegen, begann er ein Musikstudium, dass er aber 1959 wegen Beleidigungen gegen den Hochschulpräsidenten abbrechen musste.


Während seiner Karriere schlug in die Liebe auch einmal nach New York. Dort arbeitete er als Korrespondent. Die Liebe zur Frau endete, die zu seinem Beruf allerdings nicht. Wieder zurück in heimischen Gefilden wurde er 1973 Chefredakteur der deutschen Ausgabe der Satire-Zeitschrift „MAD“ und steigerte die Auflage von 10 000 auf 400 000.

Feuerstein war der Underdog, mit dem sich viele Menschen identifizieren konnten.