Der dramatische Tod eines deutschen Top-Managers

Er war der Chef von Weltkonzernen wie Volkswagen oder auch Porsche. Der geniale Ingenieur und große Stratege Ferdinand Piech ist nun im Alter von 82 Jahren dramatisch verstorben.

Für eine Veranstaltung war der Großaktionär jüngst nach Rosenheim gereist. In einem dortigen Restaurant ist er dann im Beisein seiner Ehefrau kollabiert. Die sofort georderten Rettungskräfte lieferten Piech sofort in das Rosenheimer Klinikum ein – dort jedoch verstarb er bereits am vergangenen Sonntagabend. Die Gründe für seinen Zusammenbruch sind bisher vollkommen unklar.

Seine Witwe bestätigte seinen Tod nun. Piech sei „plötzlich und unerwartet verstorben“. „Das Leben von Ferdinand Piech war geprägt von seiner Leidenschaft für das Automobil und für die Arbeitnehmer.“ Bis zuletzt sei ihr Mann ein begeisterter Ingenieur und Autoliebhaber gewesen. Seine Beisetzung soll im engsten Familienkreis stattfinden.

Piech wurde 1937 als Sohn des Juristen Anton Piech und der Porsche-Tochter Louise geboren. Er studierte Maschinenbau und arbeitete bis Anfang der 70er Jahre im Hause Porsche. Im Anschluss heuerte er bei Audi an, wurde Vorstandsvorsitzender. Im Jahre 1993 wurde er als Retter nach Wolfsburg zu Volkswagen geholt und baute das Unternehmen zu einem Weltkonzern auf. Nach seiner aktiven Zeit im Chefsessel wechselte Piech in den Aufsichtsrat des Konzerns und wurde ein fast allmächtiger Kontrolleur. 2017 verkaufte er einen Großteil seiner Stammaktien und besiegelte damit endgültig seinen Ausstieg aus dem Volkswagen-Imperium. Er galt während seiner aktiven Zeit im Geschäft als mächtiger Strippenzieher und Königsmacher hinter den Kulissen. Er hatte den Respekt und das Ansehen aller seiner Mitarbeiter.