Der beliebte Komiker Fips Asmussen ist gestorben

Er war ein echtes Hamburger Original und mit seinen kurzen, prägnanten Witzen in ganz Deutschland bekannt. Nun ist Komiker Fips Asmussen am vergangenen Sonntag im Alter von stolzen 82 Jahren verstorben. Seinen letzten Atemzug tat er in einem Krankenhaus in Sachsen-Anhalt. Dies bestätigte die Lebenspartnerin des gebürtigen Hamburger.

Erst drei Tage vor seinem Tod war Asmussen wegen einer Krebs-Erkrankung in das Krankenhaus eingeliefert und stationär behandelt worden. „Ich wurde von der Nachricht überrascht. Eigentlich war er noch ganz fit im Kopf. Ich dachte immer, er würde noch länger leben“, sagte seine Tochter Svenja gegenüber der „Bild“-Zeitung.

Asmussen begeisterte mit mehrstündigen Bühnenprogrammen und füllte mit seinen Witzen Bücher, Musik-Kassetten, Schallplatten und CDs. Er verkaufte während seiner aktiven Karriere insgesamt 7,5 Millionen Tonträger.
Sein Wiedererkennungsmerkmal: Seine Gags kamen oft rasch zur Pointe, wie etwa dieser: „Ich hab‘ heute Morgen in den Spiegel geschaut und gesagt: ‚Ich kenn‘ dich nicht, aber ich rasier‘ dich trotzdem.'“ Seine Sprüche gingen aufgrund ihrer Griffigkeit immer schnell in den Volksmund über. „Mit guten Gags kriegt man die Leute sofort“, beschrieb Asmussen selbst seine Masche. Sein Markenzeichen war immer ein Matrosen-Outfit, welches er im Laufe der Jahre allerdings ablegte. Noch im hohen Alter blieben aber der wilde Lockenkopf und sein norddeutscher Akzent seine Markenzeichen.

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Ursprünglich hatte Asmussen in der Werbung gearbeitet. Ende der 60er-Jahre legte er sich dann aber in Hamburg die Kabarett-Kneipe „Violette Zwiebel“ zu. Dort war er Wirt und unterhielt das Publikum. Dies war der Beginn seiner großen Bühnenkarriere, die auch von Stars wie Roy Black oder Heino gekreuzt wurde.

Comedy-Größen wie Oliver Kalkofe kondolierten via Twitter: „Traurige Nachricht! Deutschlands erster Schnellfeuer-Witzewerfer und Kult-Kalauer-König mit Minipli Fips Asmussen ist tot! Auch wenn er nie wirklich über meine Parodie lachen konnte, ich habe seine Auftritte immer sehr genossen.“