Das einstige „dickste Kind der Welt“ ist tot

Vor 18 Jahren wurden er zum dicksten Kind der Welt ernannt. Nun ist er mit gerade einmal 21 Jahren an einem Nierenversagen verstorben. Die Rede ist von Dschambulat Chatochow.

Als er 1999 im russischen Terek das Licht der Welt erblickte, wog er zarte 2.900 Gramm. In den darauf folgenden Jahren nahm er aber so rasant an Gewicht zu, dass er bereits mit vier Jahren so viel wog wie ein gesunder 15-Jähriger. Doch damit nicht genug: Mit sechs Jahren wog Chatochow bereits 100 Kilogramm und hatte schon damals Probleme seinen Alltag zu bewerkstelligen. Normale Dinge, die ein sechsjähriger sonst so tut, waren ihm fast unmöglich.

Seit 2003 führte ihn die sogenannte World Record Academy als das „dickste Kind der Welt“ an. Der junge Mann setzte sein krankhaftes Übergewicht schon früh bei Sumo-Kämpfen oder Armdrück-Wettbewerben ein.

Betal Gubschew, der Präsident des russischen Sumo- und Wrestlingverbandes, äußerte sich zum Tod des jungen Mannes: „Der erste Sumoringer von Kabardino-Balkarien ist verstorben. Meine Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Freunden.“


Bis heute ist nicht klar, woran es lag, dass der Junge von Beginn seines Lebens an so massiv an Gewicht zunahm. Sein Essverhalten war immer normal und nicht besonders besorgniserregend. Auch seine Ärzte haben noch keine Lösung für das Rätsel gefunden. Ein Eingangs vermuteter Gendefekt wird mittlerweile ebenfalls ausgeschlossen.

Die Öffentlichkeit hatte seiner Mutter, einer Krankenschwester, oft Vorwürfe gemacht, gegen die sie sich bis heute wehrt. „Er wächst eben – nach oben und in die Breite. Was soll ich machen? So ist er, so hat Gott ihn erschaffen!“, hatte sie einst in einem Interview gesagt.

Im Jahr 2009, damals war Chatochow gerade einmal zehn Jahre, äußerte sich bereits ein Londoner Arzt extrem besorgt: „Dschambulats Gesundheitszustand ist schrecklich. Mit seinem Gewicht hat er ein erhöhtes Risiko für Diabetes, Krebs und Herzerkrankungen.“

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