Daniel Küblböck: Jetzt brechen seine Mitschüler ihr Schweigen

Am 9. September 2018 verschwand Daniel Küblböck auf einer Kreuzfahrt über den Atlantik. Jetzt berichten seine Mitschüler, wie sie ihn kurz davor erlebt hatten.

Bei seinen DSDS-Auftritten 2003 war deutlich, dass Daniel Küblböck anders ist als die meisten Stars oder Sänger. Doch damals zeigte er sich vor allem humorvoll. Niemand hätte geahnt, dass seine Geschichte so traurig enden würde. Doch heute wissen wir: Vermutlich ist der 33-Jährige von der „AIDAluna“ gesprungen.

Seine Mitschüler am „Europäischen Theaterinstitut“ (ETI) schilderten nun im Podcast „Daniel Küblböck – Ein Mensch verschwindet“ erstmals, wie sie ihn erlebt haben und brechen damit nach drei Jahren ihr Schweigen.

Ihre Beschreibungen machen deutlich, dass Küblböck sich in einem seelischen Notzustand befand.

Demnach sei der angehende Schauspieler „sehr einsam“ gewesen. Dass habe er in den wenigen Moment, in denen er offen und angetrunken war, selbst gesagt.

Außerdem sei es immer wieder zu Problemen gekommen. Schon 2018 sagte der ETI-Leiter Robert Mau in einer Stellungnahme zu Mobbingvorwürfen: „Daniel war aggressiv und unzuverlässig. Mehrere Male habe ich ihm zu einer Therapie geraten. Aber er blockte ab.“

Diese Probleme hätten sich zugespitzt, erklären nun seine Mitschüler: „Er hat sich distanziert, er ist mehr ausgerastet. Es kam öfter zu Konfliktsituationen“, heißt es in dem Podcast. Es sei offensichtlich gewesen, dass er Alkoholprobleme hatte. Küblböck sei oft Gesprächthema an der Schule gewesen, auch weil „er auch auffällig oft alkoholisiert zur Schule kam.“

Vor der Abschlussprüfung im Juli 2018 kam es erneut zum Eklat. Der DSDS-Star wurde von der Teilnahme an den Prüfungen ausgeschlossen. Seine Mitschüler erinnern sich: „Er hat dann unsere Dozentin bedroht. Das war das letzte Mal, dass wir ihn gesehen haben.“

Sie haben keine Hoffnung mehr? Menschen die unter Hoffnungslosigkeit oder Suizidgedanken leiden, können sich kostenlos an die Telefonseelsorge wenden: 0800 111 0 111 (alternativ 0800 111 0 222). Unter www.frnd.de („Freunde fürs Leben“) finden sich weitere Informationen und Hilfsangebote.

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