Collien Ulmen-Fernandes schwer erkrankt

Gerade noch war Collien Ulmen-Fernandes (38) auf einem Dreh in Mailand. Und jetzt liegt sie schon „mit Husten und Halsschmerzen“ im Bett und wartet auf ihr Corona-Testergebnis. Bei Instagram teilt sie ein schweißgebadetes Foto von sich und kritisiert die fehlenden Abstandsregeln in Deutschland.

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Mit Halsschmerzen im Bett. Und wo ich hier gerade so herum liege, möchte ich gerne eine Sache los werden, über die ich mich furchtbar aufgeregt habe. Für unseren Film musste ich nach Mailand fliegen und zurück. Am Flughafen Mailand klappte alles hervorragend. Alle paar Meter stand ein Flughafenmitarbeiter, der darauf achtete, dass in Warteschlangen Abstand gehalten wird, alle ihren Mundschutz tragen, etc. Das Flugzeug wurde einzeln betreten. In den Flughafenbus wurden nur so viele Menschen gelassen, dass der Abstand von 1,5 Metern in alle Richtungen gewahrt werden konnte. War der Bus voll, kam der nächste. In Tegel gelandet sah das komplett anders aus. Hier standen zwar vier Busse bereit, trotzdem wurden alle Passagiere in einen Bus gequetscht. Als dieser bereits übervoll war (Bild 1) wurden noch weitere Passagiere eingeladen (Bild 2) und nach Bild 2 ging es weiter. Wir haben eine Abstandsregel. In Tegel scheint diese jedoch nicht zu gelten. Direkt hinter unserem Bus standen zwei leere Busse bereit, die Passagiere wurden aber weiterhin gebeten, in den mehr als übervollen Bus einzusteigen, bis der Flieger leer war. Die nicht benötigten Busse hinter uns wurden einfach wieder weg geschickt. Ich finde es ungeheuerlich, wie hier am Flughafen Tegel mit den Corona-Regeln umgegangen wird. Das musste ich jetzt mal, mit Husten und Halsschmerzen und auf mein Corona-Testergebnis wartend, loswerden.

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Aktuell nämlich steigen die Corona-Zahlen in der Bundesrepublik wieder dramatisch an. Wundern tut das vor allen Dingen Ulmen-Fernandes nicht. Denn am eigenen Leibe musste sie nach ihrem Rückflug aus Mailand erfahren, dass in Deutschland besonders unvorsichtig vorgegangen wird. Gelandet war sie in Berlin Tegel. „Hier standen zwar vier Busse bereits, trotzdem wurden alle Passagiere in einen Bus gequetscht. Als dieser bereits übervoll war wurden noch weitere Passagiere eingeladen und dann gings weiter. Wir haben eine Abstandsregel. In Tegel scheint diese jedoch nicht zu gelten“, spekuliert sie und redet sich ihre Wut von der Seele.

Bei Instagram teilt sie sogar Bilder der überfüllten Busse auf dem Berliner Flugfeld. Sie stört besonders, dass es theoretisch genügend Platz gegeben hätte, dieser aber augenscheinlich nicht genutzt wurde. „Die nicht benötigten Busse hinter uns wurden einfach wieder weggeschickt. Ich finde es ungeheuerlich, wie hier am Flughafen Tegel mit den Corona-Regeln umgegangen wird. Das musste ich jetzt mal, mit Husten und Halsschmerzen und auf mein Corona-Testergebnis wartend, loswerden“, erklärt sie.

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Meine ZDFNEO-Sendung geht am Samstagabend in die nächste Runde. Die Coronapandemie lähmt unser Land – sozial wie ökonomisch. Kindergärten und Schulen waren lange Zeit geschlossen, Familien waren ganz auf sich allein gestellt. Welche Auswirkungen hat das, insbesondere auf Familien, die strukturell und finanziell zu den Benachteiligten gehören? Im zweiten Teil von "Familien allein zu Haus" stellen wir die Frage: "Was bleibt?" Wie geht es Familien, die die Coronakrise an den Rande ihrer wirtschaftichen Existenz gebracht hat? Eine alleinerziehende Mutter, eine Schausteller-Familie und eine dreifache Mutter, die Krankenschwester im Schichtdienst ist, geben uns Einblicke in ihren Corona-Alltag. Vor allem für Kinder ging in den vergangenen Monaten jegliche Struktur verloren. Spielplätze waren geschlossen, Verabredungen mit Kita- und SchulfreundInnen nicht möglich, die Eltern mussten um ihre berufliche Existenz fürchten. Was löst das bei Kindern unterschiedlichen Alters aus? Können Eltern, Lehrer- und TherapeutInnen dazu beitragen, mögliche Defizite auszugleichen? Außerdem wollen wir wissen, was diese Zeit mit der Gleichberechtigung gemacht hat. Haben die besonderen Umstände dazu geführt, dass wir in veraltete Rollenbilder zurückgefallen sind? Meine Interviewpartnerin, die Soziologin Prof. Jutta Allmendinger befürchtet, die Coronakrise könne uns hierbei um 30 Jahre zurück werfen. Ich spreche mit Psychologen, Pädagoginnen, Kinderärzten, ExpertInnen die sich mit den Belastungen und Konsequenzen des Corona Lockdowns auseinandergesetzt haben und möchte wissen: Familien Allein Zu Haus – Was bleibt? Samstagabend um 19:30 Uhr auf ZDFNEO Und ab 10:00 Uhr @zdfmediathek

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Ob sie nun wirklich an Corona erkrankt ist oder sich vielleicht nur eine normale Erkältung oder vielleicht auch eine Gruppe eingefangen hat, ist vorerst noch unklar, dürfte sich für sie aber in den kommenden Stunden endlich aufklären.
Übrigens: Die Corona-Regeln in Mailand waren laut Ulmen-Fernandes super und wurden auch beherzigt. Abstandsregeln wurden eingehalten und der Mundschutz saß auch bei jedem. Scheint wohl doch zu gehen. Nur nicht am Berliner Flughafen in Tegel.