CDU-Politikerin stirbt unter mysteriösen Umständen

Gegen die 53-jährige Bundestagsabgeordnete wurde wegen Bestechlichkeit ermittelt. Nun ist sie unter merkwürdigen Umständen gestorben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Karin Strenz ist tot. Die Politikerin aus Meckelnburg-Vorpommern starb auf dem Rückflug von Kuba Richtung Deutschland. Laut Sprecher der CDU-Landesgruppe brach die 53-Jährige im Flugzeug plötzlich zusammen und verlor das Bewusstsein. Die Crew entschloss sich zu einer Notlandung in Dublin. Die Ärzte in Irland konnten nur noch ihren Tod feststellen.

Die Hintergründe zu dem plötzlichen Tod der Politikerin sind noch völlig unklar.

Spannend: Gegen Strenz wurde in einem Bestechungsverfahren ermittelt. Strenz und ihr Bundestagskollege Axel Fischer sollen im Europarat mindestens einmal im Interesse Aserbaidschans abgestimmt haben und setzten sich auf EU-Ebene für die Belange der autoritären Regierung ein. Strenz wurde nachgewiesen, dass sie Zahlungen aus Aserbaidschan erhielt.

Letztes Jahr fanden umfangreiche Durchsuchungen bei der CDU-Politikerin statt. Gegen Fischer gibt es einen ähnlichen Verdacht. Erst vor kurzem wurde Fischers Büro und Wohnung durchsucht.

Die Schweriner Staatsanwaltschaft möchte nun die genauen Todesumstände klären lassen. „Wir gehen davon aus, dass es dann eine Obduktion der Toten in Irland gibt“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Montag.

Neben der Todesursache ist unklar, was genau die CDU-Politiker in Kuba gemacht hat. Medienberichten zufolge soll Strenz aus privaten Gründen nach Kuba gereist sein. Strenz Mann war angeblich an ihrer Seite.

Die CDU-Politikerin war seit 2009 Mitglied im Bundestag. Trotz der Aserbaidschan-Affäre besaß sie bis zuletzt ihr Bundestagsmandat. Bis vor ihrem Tod saß sie dort im Verteidigungsausschuss. Für die kommende Legislaturperiode ab September 2021 hatte sie sich jedoch nicht mehr aufstellen lassen.

Wie üblich beim Tod eines Bundestagsmitglieds wurden die Fahnen einen Tag lang auf halbmast gesetzt. „Das ist eine menschliche Tragödie“, sagte Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU).

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