Big Brother: Vergewaltigung vor laufender Kamera

Das Format „Big Brother“ gerät aktuell heftig in die Kritik. Vergewaltigungsnachrichten machen in der spanischen Ausgabe der Show die Runde. Wie die Zeitung „El Confidental“ jetzt mitteilte, soll sich bereits vor zwei Jahren eine Vergewaltigung in dem spanischen Container ereignet haben. Das Opfer war Carlota Prado, die sich nach einer Party im „Gran Hermano“ sichtlich betrunken ins Bett gelegt hatten. Ihr Mitbewohner, José María López, soll dann die Gunst der Stunde genutzt und sich an Prado vergangen haben. Das es sich um eine Vergewaltigung handelt ist spätestens bei ihren Worten klar, die sie klar und deutlich in die Kamera sagt: „Nein, ich kann nicht“, ist hier nämlich zu hören.

López habe mit der Vergewaltigung erst dann aufgehört, nachdem das Produktionsteam über Lautsprecher eingriff. In Folge wurde das TV-Projekt für ihn sofort beendet.


Carlota Prado wurde am nächsten Tag vor laufenden Kameras mit dem Geschehenen konfrontiert. Sie selbst hatte keine Erinnerungen mehr an die letzte Nacht. Nach der Mitteilung fing sie umgehend an zu schreien und zu weinen und hat auch noch zwei Jahre nach der Tat mit dem Missbrauch zu kämpfen.
Obwohl José María López alle Vorwürfe abstreitet, droht ihm nun die Verurteilung wegen sexuellen Missbrauchs.
Auch die Produktionsfirma wird mir harten Vorwürfen konfrontiert. Dass Prado vor laufender Kamera mitgeteilt wurde, was López in jener Nacht mit ihr gemacht habe, ist nicht rechtens und hätte unter keinen Umständen in dieser Form stattfinden dürfen.

Im Gespräch mit der spanischen Zeitung „El Confindental“ erklären die Verantwortlichen jedoch, dass das Gespräch nicht vor Kameras aufgezeichnet wurde, um die Sequenzen im Anschluss im TV zu zeigen. Warum es stattdessen aufgezeichnet wurde, ist nun Bestandteil der laufenden Ermittlungen und bedarf eindeutiger Klärung.


Das Verbrechen jedoch wurde bis heute vom Sender geheim gehalten und nicht an die Öffentlichkeit getragen.