Berühmte Journalistin verstirbt nach kurzer Krankheit

Die Deutsche Welle, die „taz“ und auch der „Spiegel“ waren ihre berufliche Heimat. Zudem trat Journalistin Bettina Gaus immer wieder als gern gesehener Gast in diversen TV-Talkshows auf. Nun ist die 64-Jährige am 27.Oktober nach kurzer, aber schwerer Krankheit in Berlin verstorben. Die genauen Umstände sind unklar.

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Über ihren Tod berichten verschiedene Medien, darunter auch der „Spiegel“, für den Gaus bis zuletzt eine eigene Kolumne schrieb. In dieser thematisierte sie vor allen Dingen politische Fragestellungen aus dem In- und Ausland.

In einer der vergangenen Kolumnen behandelte Gaus im Mai diesen Jahres noch die Aufregung um angebliche Verbotsforderungen aus der Grünen-Spitze. „Beim Spitzenpersonal aller Parteien achten Medien und Öffentlichkeit inzwischen häufig mehr auf den – vermuteten oder tatsächlichen – Hintersinn von Äußerungen als auf deren Wortlaut. Zu Recht. Politikerinnen und Politiker haben sich angewöhnt, in Interviews zu agieren, als seien sie die Hauptverdächtigen in einem Polizeiverhör. Je geschickter sie ausweichen, desto professioneller wirken sie. Das wird in einem demokratischen System, zu dem Medienfreiheit als tragende Säule gehört, zunehmend zu einem Problem.“

Die im Jahre 1956 in München geborene Gaus begann ihre Karriere, in dem sie die Deutsche Journalistenschule sowie die Ludwig-Maximilians-Universität besuchte. 2010 wurde sie mit dem Medienpreis für Sprachkultur der Gesellschaft für deutsche Sprache ausgezeichnet.

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Im Internet drückten zahlreiche Vertreter der Medienbranche ihre Trauer um das Ablebens Gaus‘ aus. Moderatorin Sandra Maischberger beschrieb sie unter anderem als „einen politischen Kopf, der schnell und brillant das aktuelle Geschehen kommentieren konnte. Vor allem aber verlieren wir einen unglaublich warmherzigen und witzigen Menschen. Bettina wird uns, wird mir, schmerzlich fehlen.“

Journalistin Bettina Gaus hinterlässt eine erwachsene Tochter.

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