Beliebter Schauspieler: „Corona fühlt sich an wie HIV!“

Er ist ein wirklich bekannter und gern gesehener Schauspieler im deutschen Fernsehen. Nun hat Lars Eidinger seine erste öffentliche Veranstaltung seit einem halben Jahr wahrgenommen. Auf dem „Fünf Seen Filmfestival“ präsentierte der 44-Jährige zwei neue Kino-Filme. Zum einen „Persichstunden“ und zum anderen „Schwesterlein“. Seine Sorge, dass die Zuschauer den Kinos auf Grund der aktuellen Corona-Pandemie fernbleiben, belastet ihn. „Das Kino ist bedroht, auf jeden Fall“, sagt er zu dieser Thematik.

 

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📸 Nils Müller @onetouchnilsone

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Doch er denkt auch, dass das Kino nicht sterben wird, wenn nur jeder Mensch ein wenig Mut in seinen Alltag zurückbringen könne.

„Ich glaube, wenn jeder einzelne der Lust nachgeht und das Kino besucht, dann wird es auch nicht sterben. Wenn alle zu Hause bleiben und keiner sitzt drin, dann macht es auch nicht wieder auf“, sagt er.

Laut Eidinger haben am Ende also die Zuschauer die Zukunft des Kinos in der Hand. Die Situation sei für alle problematisch, nicht nur für die Kunst, so Eidinger. Doch es lohne sich ins Kino zu gehen und sich die neuen Produktionen anzusehen.

 

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📸 @alex.wasielewski , 2007

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In dem Bewusstsein, dass die Corona-Pandemie vielleicht nie wieder aufhöre, sei es aber auch für ihn relativ schwer, damit umzugehen, findet er weiter. „Ich kann mir vorstellen, dass es so bleibt. Ich will jetzt nicht den Teufe an die Wand malen, aber es kann sein. Als HIV ausgebrochen ist, haben die Leute auch gedacht, jetzt schützen wir uns mal eine Zeit lang beim Sex und dann geht es wieder ohne – aber es geht bis heute nicht ohne“, erklärt er. Und weiter: „Ich hoffe nicht, dass uns mit Covid-19 das Gleiche blüht“.

Inwieweit das Virus auch noch in den nächsten Jahren unser Leben einschränkt und belastet, ist bisher völlig unklar. Eidinger hofft jedoch, dass die Kunst, insbesondere das Schauspiel, jedoch nicht darunter leiden wird und die Menschen mutig sein werden wieder und auch weiterhin ins Kino zu gehen.