Beliebte Musikproduzentin stürzt in den Tod

Sie war eine der erfolgreichsten und talentiertesten Musikproduzentinnen Schottlands. Nun ist die gerade einmal 34-jährige Sophie Xeon bei einem Kletterunfall ums Leben gekommen. Ihren Tod bestätigte ihr Plattenlabel transgressive am gestrigen Samstag auf seiner Website.

„Sie war getreu ihrer Spiritualität in die Höhe geklettert, um den Vollmond zu sehen, und rutschte versehentlich aus und fiel“, hieß es auf dem Internetauftritt des Labels. Wie der britische „Guardian“ berichtet, spielte sich das Unglück in den frühen Morgenstunden des Samstags in der griechischen Hauptstadt Athen ab, wo die Transgender-Künstlerin lebte.


Sophie Xeon, die eigentlich meist nur als Sophie bekannt war, erreichte große Bekanntheit durch ihre intensiven Elektro-Pop-Kreationen. Für ihr 2018 erschienenes Album „Oil of Every Pearl’s Un-Insides“ war sie sogar für den beliebten Grammy-Award nominiert worden. Sophies Management würdigte sie dem „Guardian“ zufolge als „Pionierin eines neuen Klangs“ und als „eine der einflussreichsten Künstlerinnen des vergangenen Jahrzehnts“. Sie hätte mit ihrer Musik noch viel erreichen können. Leider sollte ihr dieser Erfolg durch ihren viel zu frühen Tod verwehrt bleiben.

Gegenüber „Metro“ betonte Sophies Team, dass sie eine „Ikone der Befreiung“ gewesen sei, die von ihren Fans nicht nur für ihre Songs, sondern auch für ihre Offenheit hinsichtlich ihrer Sexualität gefeiert wurde. Die Sängerin stand öffentlich zu ihrer Transgender-Identität und lebte damit quasi jeden Tag einen Tabubruch in diesem Geschäft. Nur wenige Künstler stehen zu ihrer wahren Identität, wenn sie etwas ab der „Norm“ erscheint. Als zu groß wird der Druck der Öffentlichkeit beschrieben.


In einem Interview von 2018 sprach die Transfrau gegenüber „Paper“: „Es bedeutet, dass es keine Erwartung mehr gibt, die auf dem Körper basiert, in den man hineingeboren wurde, oder wie sich das Leben entwickeln und wie es enden sollte.“

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