Attila Hildmann gewaltsam festgenommen

Am gestrigen Samstag sind Deutschlands Corona-Kritiker wieder auf die Straßen gegangen. Das Meiste spielte sich friedlich ab, doch ein Demonstrant tat sich besonders hervor: Star-Veganer Attila Hildmann.

Nach Polizeiangaben hatten sich am Lustgarten in Berlin-Mitte eine große Anzahl von Menschen um Hildmann versammelt. Es war der Eindruck entstanden, er wollte mit dieser Anzahl von über hunderten von Menschen losziehen – so große Aufzüge sind in Corona-Zeiten aber nicht erlaubt. Die Beamten hätten ihn dann auch darauf hingewiesen und ihm eine Festnahme angekündigt, für den Fall, dass er die Maßnahmen ohne Erlaubnis durchziehe. Die Festnahme folgte dann auch auf den Fuß.

Kurze Zeit später wurde Hildmann aber wieder entlassen und konnte seine geplante Kundgebung abhalten.

Hildmann sagte zu dem Geschehen um seine Festnahme, er sei erkannt worden und es habe sich ein Tross von Menschen um ihn gebildet. Die Beamten hätten die Wege abgeriegelt. Als er nach der Rechtsgrundlage gefragt habe, sei er „gewaltsam festgenommen“ worden. Er habe Wunden und blaue Flecken. Die Polizei äußerte sich dazu nicht.

Hildmann ist nicht der Einzige, der in Berlin festgenommen wurde. Insgesamt wurden am gestrigen Samstag 60 Menschen bei Demonstrationen festgenommen, wie der „Tagesspiegel“ berichtet.

Aber auch in zahlreichen anderen Bundesländern gingen Menschen gegen die Corona-Maßnahmen auf die Straße. Weitestgehend blieben die Demonstrationen in Deutschland friedlich und ohne größere Ausschreitungen.

Nur in Bayern fielen die angekündigten Demos gegen die Politik rund um das Coronavirus ins Wasser: und zwar buchstäblich. Auf der Münchner Theresienwiese fegte ein Gewittersturm über das Gelände, so dass sich die Veranstalter dazu entschlossen, ihre Protestaktion abzusagen. Es wurden bis zu 1000 Menschen erwartet, die nun zu einem anderen Zeitpunkt für ihre Meinung zur Corona-Politik auf die Straßen gehen werden.