ARD-Moderator verstorben

Jürgen Engert ist tot. Der Journalist starb im stolzen Alter von 85 Jahren. Seinen Tod teilte der Öffentlichkeit sein ehemaliger Arbeitgeber, der rbb, mit.

Engert war einem großen Publikum vor allen Dingen durch seine 14-jährige Moderation des Politmagazins „Kontraste“ bekannt. Zudem war er langjähriger Chefredakteur des SFB-Fernsehen.


Engert wurde in Dresden geboren und war eine echte Instanz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland. Das von ihm gegründete ARD-Hauptstadtstudio wurde nach dessen Eröffnung 1999 eine echte Hochburg für politische Berichterstattung in Berlin. Neben seiner Moderatoren-Tätigkeit für „Kontraste“ kommentierte Engert auch die „Tagesthemen“.

Dank seiner Fernsehberichterstattung 1989/1990 gemeinsam mit Fritz Pleitgen wurden die Menschen in Deutschland immer umfangreich zur politischen Wende in der DDR, zum Mauerfall und zur Wiedervereinigung informiert. Eine Leistung, die bis heute nachhallt und für die tausende von Menschen dankbar sein dürften. Vor allem bei den Menschen der ehemaligen DDR genoss der Journalist laut einer Würdigung der ARD „großes Vertrauen“. Er war jemand, der mit all den übrigen Leuten in einem Boot saß und stellvertretend für die Menschen recherchierte und berichtete.

Während seiner Zeit als politischer Redakteur und Chefredakteur beim Berliner „Abend“ erhielt er auch den Theodor-Wolff-Preis. Auf diesem Wege wurde seine Arbeit gebührend gewürdigt. 2002 erhielt er zudem den Verdienstordens des Landes Berlin. Es war die letzte öffentliche Würdigung des Journalisten.


Zu seinem Privatleben ist nicht viel bekannt. Unklar ist, ob Engert eine Familie hinterlässt und ob er zum Beispiel Kinder hatte. Ebenfalls unklar ist es, woran Engert starb. Seinem stolzen und fortgeschrittenen Alter nach zu urteilen, muss jedoch nicht zwingend eine Krankheit der Grund sein.

Eventuellen Hinterbliebenen wünschen wir viel Kraft für die kommende Trauerzeit.

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