Antisemitischer Anschlag auf deutschen Sänger

Unter Tränen berichtet Gil Ofarim seinen Followern auf Instagram, wie er antisemitisch massiv angegangen worden ist. Die Ereignisse spielten sich in einem Leipziger Hotel ab und sind an Grausamkeit kaum zu überbieten.

„Ich weiß nicht, wie ich’s sagen soll. Ich wurde in der Vergangenheit oft zum Thema Antisemitismus gefragt in Deutschland“, holt der 29-Jährige aus, der sich zu dem Zeitpunkt der Aufnahme noch vor dem Hotel befindet, in dem sich das ganze Drama abgespielt haben soll. Der Sohn des jüdischen Sängerin Abi Ofarim berichtet davon, wie er im Hotel auf eine Warteschlange getroffen ist. „Es war eine Riesenschlange, weil deren Computer down ist. Kann passieren, keine Frage“, erzählt er mit großem Verständnis.


„Eine Person nach der anderen wird vorgezogen und ich verstehe nicht, warum. 50 Minuten später komme ich dran und frage: ‚Was ist los? Das ist nicht in Ordnung. Warum werden alle vorgezogen?‘“ Der Hotelangestellte erzählte ihm dann, dass er die Schlange einfach entzerren wollte. „Ich stehe auch in der Schlange“, habe der Sänger ihm entgegnet. Und weiter: „Und dann ruft irgendeiner aus der Ecke: ‚Pack deinen Stern ein.‘ Und dann sagte der Angestellte auch noch direkt.: ‚Packen Sie Ihren Stern ein.‘“

Mit dem Stern meinten die Menschen offenbar den Davidstern an Gils Kette – ein Ausdruck des jüdischen Glaubens. Tief getroffen habe sich Ofarim dann auch noch anhören dürfen, dass er nur einchecken dürfe, wenn er den Stern wegpacke.

Ein kaum zu glaubendes Drama, dass sich genau so mitten in Leipzig im Jahre 2021 abgespielt hat. Der Privatsender RTL hat sich nach diesem Video bereits mit dem Hotel in Kontakt gesetzt und dieses um eine Stellungnahme gebeten.


Die Hotel-Verantwortlichen haben sich inzwischen auch bei Facebook mit einem Statement gemeldet: „Wir sind besorgt über diesen Bericht und nehmen die Angelegenheit sehr ernst. Wir versuchen mit allen Mitteln, mit Herrn Ofarim in Kontakt zu treten, während wir dringend nachforschen, was hier passiert ist. Unser Ziel ist es, alle unsere Gäste und Mitarbeiter zu integrieren, zu respektieren und zu unterstützen, unabhängig davon, welcher Religion sie angehören.“

2 Kommentare

  1. RTL hat es gerade nötig sich über Fehler anderer aufzuregen,selbst aber Beitraege ohne Genehmigung der gezeigten Person veröffenlichen.Dieser Sender sollte verboten werden!

  2. Wenn es so gewesen ist wie ich es aus dieser Beschreibung empfinde ist es skandalös und zutiefst beschämend.Solche offenbar antisemitischen Vorfälle dürfen wir nicht dulden und sie gehören entschieden vor Gericht-die Würde des Menschen ist u n a n t a s t b a r! Keine Toleranz der Intoleranz!!!!!Wehret den Anfängen-oder ist es so „…der Schoß ist fruchtbar noch?“
    Wer heute Juden angreift,greift morgen Christen an!!!
    Gab es niemand in der Warteschlange, der sich bei diesen Worten darüber empört hat???Oder habe ich irgend etwas nicht mitbekommen???

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