Anschlag: Säure-Angriff auf Annalena Baerbock

Am gestrigen Nachmittag sollte Annalena Baerbock auf einer Wahlkampfveranstaltung der schleswig-holsteinischen Grünen auftreten. Doch die lange ersehnte Ansprache der Bundesaußenministerin wurde kurzerhand abgesagt. Unbekannte versprühten kurz vorher giftige Buttersäure auf dem gesamten Gelände rund um die Freilichtbühne, auf der Baerbock hätte sprechen sollen. Um die Sicherheit der Spitzen-Politikerin und allen Anwesenden nicht zur gefährden, entschied man sich, die Veranstaltung sehr kurzfristig abzusagen, heißt es aus Kreisen der örtlichen Polizei.


Mitarbeiter hatten am Samstagmorgen beim Aufbau der großen Bühne einen stark beißenden Geruch wahrgenommen, der ihnen komisch vorkam. Um abzuklären worum es sich hierbei handelte, verständigten sie die örtliche Feuerwehr. Verletzt wurden nach Angaben der Grünen Gott sei Dank niemand. Die Feuerwehr unternahm Vorkehrungen, um die Buttersäure zu beseitigen.

Die Grünen aus Schleswig-Holstein verurteilen den Angriff auf die Veranstaltung und in letzter Instanz wohl auch auf Annalena Baerbock selbst, sehr scharf: „Kein solcher Angriff wird unsere politischen Positionen verändern, im Gegenteil wird damit abermals deutlich, dass es Einzelnen nicht um die argumentative Auseinandersetzung geht“, hieß es in einer Mitteilung. Die einzigen Leidtragenden seien die Menschen der Lübecker Kulturszene und man hoffe sehr, dass der Betrieb der Freilichtbühne schnell wieder aufgenommen werden könne.


Weil die Sprecher und Sicherheitskräfte von Baerbock vermuteten, dass es sich hierbei um einen Einzelfall handelt, fand eine andere Veranstaltung am Abend im Kreis Stormarn wie geplant statt und verlief wie erwartet auch unauffällig. Wie sich Baerbock angesichts dieses Vorfalles fühlt und ob der Angriff auf ihre Person sie emotional schwer beziehungsweise nachhaltig trifft, dazu äußerte sich die ehemalige Bundeskanzler-Kandidatin bislang jedoch nicht.

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