Anklage gegen Metzelder: Schockierende Enthüllungen

Ermittler gegen Christoph Metzelder (39) gaben am Freitag die erschreckenden Fakten bekannt. Der ehemalige Nationalspieler steckt viel tiefer im Sumpf von kriminellen Machenschaften als zunächst angenommen. Auf seinem Mobiltelefon wurden 297 Dateien mit kinder- und jugendpornographischem Inhalt gefunden.

Das Amtsgericht Düsseldorf bestätigte diese Zahlen am Freitag: Fast 300 Dateien auf Metzelders Handy lassen sich der Kinder- und Jugendpornographie zuordnen. Darüber hinaus besaß der Ex-Nationalspieler die Dateien nicht nur selbst, sonst verbreitete sie auch noch. Tiefer kann der deutsche Fußballer kaum noch fallen.

Die Anklageschrift verweist aufgrund der erdrückenden Beweislage auf den Besitz und die Verbreitung kinder- und jugendpornographischer Schriften. In den Sommermonaten 2019 soll Metzelder drei Frauen Bild- und Videodateien geschickt haben, die sexuelle Handlungen an oder von Kindern zeigen. Eine Zeugin habe zehn Dateien erhalten, eine weitere 16 und die Dritte eine solche Datei, berichtet unter anderem die „Bild“-Zeitung. Verschickt habe der 39-Jährige das widerliche Material über den Messenger-Dienst WhatsApp.

Auf die Verbreitung von kinderpornographischen Inhalten droht in Deutschland eine Freiheitsstrafe von drei Monaten bis fünf Jahren.

Seit Bekanntwerden der Ermittlungen hat sich zunächst niemand aus der Fußball-Szene dazu geäußert. Ein berufliches Echo spürte Metzelder dennoch. So platzte kurz nach Bekanntwerden der Vorwürfe im vergangenen September die geplante Zusammenarbeit zwischen dem Sender ARD und dem Fußball-Profi. „Bis zur Klärung der Vorwürfe werden wir die Zusammenarbeit mit Christoph Metzelder ruhen lassen“, teilte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky via tagesschau.de im vor einem Jahr mit.

Als erster Fußballer brach nun Lukas Podolski (39) das Schweigen und teilte eine Online-Meldung der „Bild“-Zeitung auf Twitter. Poldi kommentierte das Geschriebene mit „Widerlich !!“. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.