„Alles dicht machen“-Kampagne: Morddrohungen

Die Initiative #allesdichtmachen, der sich zahlreiche deutsche Top-Schauspieler angeschlossen haben um mit Ironie und Sarkasmus auf die dahinsiechende Meinungsfreiheit aufmerksam zu machen, ist eingeschlagen wie eine Bombe.
Doch nicht nur positiv. Denn die an der Initiative teilnehmende Meret Becker muss nun sogar um ihr Leben fürchten. Wie die „Bild“-Zeitung erfuhr, soll die 52-Jährige sogar schon Morddrohungen erhalten haben und deswegen völlig am Ende sein. Ihr Bruder Ben Becker äußerte sich nun öffentlich zu diesem Drama und brach in einem Telefonat mit Deutschlands größter Zeitung sogar in Tränen aus. „Meine Schwester ist am Boden zerstört. Sie sitzt weinend zu Hause.“


Und weiter: „Das ist doch ein Wahnsinn. In was für einer Zeit leben wir eigentlich? Niemand, der Initiatoren von #allesdichtmachen, weder Jan Josef Liefers, Ulrike Folkerts, meine Schwester, ich oder andere haben etwas mit den Corona-Leugnern oder rechten Irren zu tun. Ich dachte, das wäre alles längst Vergangenheit. Was ist nur aus unserem Land geworden, dass man nicht mehr kritisch hinterfragen darf? (…) Ich sitze hier am Set in meinem Wohnwagen, und draußen stehen Leute und rufen, wo der Becker ist. Das macht Angst. Wer weiß, was noch alles passieren wird. Aber viel schlimmer ist, was meine Schwester ertragen muss. Sogar Morddrohungen!“

Von diesen will sich zumindest Ben Becker selbst nicht unterkriegen lassen und auch weiterhin kritisch bleiben und die Corona-Maßnahmen zu jeder Zeit hinterfragen. „Die Form der Kampagne war eher nicht gelungen. Aber man darf doch nicht schweigen. Und das werde ich auch nicht. Dazu bin ich nicht der Typ. Und wenn etwas gegen meine Schwester geht, dann bin ich immer da.“


Bleibt zu hoffen, dass die vielen Hass-Kommentare und vor allem die wirklich heftigen Morddrohungen gegen Meret Becker schnell nachlassen. Sie selbst wollte sich hierzu bisher jedenfalls noch nicht äußern.

Ein Kommentar

  1. Man(n) sollte die Kirche im Dorf lassen. Ich habe die Kampagne als das verstanden, was sie ist: eine Kritik an den überzogenen politischen Maßnahmen (Frau Merkel selbst brachte diese mit: „Es ist eine politische Entscheidung.“ ins Spiel) . Darf man in unserem Land nur noch Meinung im „Gleichschritt“ haben? Man kann unterschiedlicher Meinung sein, aber deshalb andere Menschen zu diffamieren, ausgrenzen zu wollen, ja sie bedrohen, zeigt, wo wir heute stehen. Keiner der Schauspieler ist ein Corona-Leugner oder irrer Rechter. Es sind Menschen wie du und ich.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.