„Aktenzeichen XY… ungelöst“-Moderatorin stirbt mit 68 Jahren

Sabine Zimmermann ist tot. Die Moderatorin der Erfolgssendung „Aktenzeichen XY… ungelöst“ war mit 68 noch viel zu jung, um von uns zu gehen. Sie erlag einer heimtückischen Krebserkrankung.

Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, starb Zimmermann in einem Münchner Hospiz. Die Tochter von Eduard Zimmermann (†80) soll dort am 1. Mai friedlich eingeschlafen sein. Der berühmte Vater hat 1967 den ZDF-Dauerbrenner „Aktenzeichen XY… ungelöst“ ins Leben gerufen. Sabine Zimmermann moderierte die Sendung zunächst gemeinsam mit ihrem Vater, später mit Moderator Butz Peters (62). Sie stand insgesamt 14 Jahre lang im Dienste der Kriminalfall-Lösung vor der Kamera. Danach arbeitete Zimmermann als Produktionsleiterin von „Aktenzeichen XY…ungelöst“ im Hintergrund am Erbe ihres Vaters mit.

Zum 50. Jubiläum im Jahr 2017 erklärte Zimmermann: „Keiner hat geglaubt, dass sich dieses Sendeformat 50 Jahre lang hält.“ Zu der Zeit befand sich die ehemalige Moderatorin bereits im Ruhestand, den sie teilweise in München und teilweise auf Mallorca verbrachte, wo sie einen Zweitwohnsitz hatte: „Ich mache viel Sport und genieße mein Rentnerdasein“, sagte die Moderatorin. Das war vor drei Jahren. Da hat offensichtlich keiner geahnt, dass Zimmermann bald erkranken sollte.

Ihr Kollege Rudi Cerne (61), der „Aktenzeichen XY… ungelöst“ seit 2002 moderiert, zeigt sich erschüttert: Die traurigen Neuigkeiten seien für ihn sehr plötzlich gekommen. Dass Zimmermann schwer krank war, habe er erst vor einer Woche erfahren. „Und jetzt die Nachricht von Sabines Tod“ sagt Cerne, das habe ihn sehr bewegt. „Sie war eine beeindruckende Persönlichkeit und ist immer noch die Seele von Aktenzeichen XY… ungelöst. Ich bin ihr ewig dankbar, dass sie mich zu Beginn so großartig unterstützt hat. Mit ihrer offenen und herzlichen Art war sie mir eine große Hilfe“, bedankt sich der Moderator: „Danke, Sabine!“

Auch ZDF-Hauptredaktionsleiter Frank Zervos würdigte die Verstorbene: „Mit ihrer Arbeit hat sie zum großen und anhaltenden Erfolg der Sendung beigetragen, die seit über 50 Jahren ein starker und verlässlicher Partner der Ermittlungsbehörden ist. Wir trauern mit ihren Angehörigen.“

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